Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. April 2011

Zum 1. Mai

Autor: Hans-Jürgen Martens

Die Linke

Millionen Menschen in Deutschland arbeiten zu Hungerlöhnen oder müssen sich mit Minijobs und befristeten Arbeitsverträgen begnügen. Die Leiharbeit boomt. Die Bundesregierung verweigert hartnäckig die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Auch in der Leiharbeit stellt sie sich stur. In der Lübecker Bürgerschaft hat DIE LINKE einen Antrag gestellt, um die Leiharbeit zumindest in der Stadtverwaltung zu verhindern. Jetzt ist die Verwaltung gefordert, diese Vorgabe der Bürgerschaft schnellstens umzusetzen. Das ist schon ein Erfolg, doch reicht es nicht, um unsere Arbeitswelt gerechter und fairer zu machen. Generell muss in der Leiharbeit das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ab dem ersten Einsatztag, ohne Ausnahme gelten. Ab dem 1. Mai 2011 ist der deutsche Arbeitsmarkt auch für Beschäftigte aus Mittel- und Osteuropa offen. Dies ist zu begrüßen. Aber es bedarf dringend Schutzmechanismen für die Beschäftigten. Nur ein gesetzlicher Mindestlohn kann verhindern, dass europäische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeneinander ausgespielt werden. Deshalb muss ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden. DIE LINKE hat am 14. April 2011 die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 10 Euro beantragt. Leider haben alle anderen Fraktionen den Antrag abgelehnt. DIE LINKE wird weiter im Bundestag und vor Ort für den gesetzlichen Mindestlohn kämpfen. Eine gute Gelegenheit sich dafür einzusetzen ist der Tag der Arbeit. Am 1. Mai gibt es wie jedes Jahr Demonstrationen und Kundgebung auf dem Markt. DIE LINKE Fraktion ist dabei - Sie hoffentlich auch!

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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