Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 26. April 2011

Seebad Travemünde

Autor: Hans Kröger

FDP

Wo ist der rote Faden für Travemünde? Wenig Erhellendes hat auch die letzte Bürgerschaftssitzung gebracht. Nur Schaukämpfe, die wenig nützen. Die zementierten Mehrheitsverhältnisse tragen dazu bei. Brückenbau in der Sache wäre gefragt. Dazu gehörte aber zunächst Klarheit in der Zielvorstellung. Und das Ablegen der taktischen Bestandteile und der reinen Machtfragen aus dem Beschluss der rot-rot-grünen Mehrheit in der Bürgerschaftssitzung vom 24. Februar. Allerdings bliebe dann in der Sache wenig übrig, was einer Strategie für das Seebad Travemünde nützen könnte. Es wird aus verständlichen Gründen auch weder behauptet, dass Einsparungen erzielt werden, noch versprochen, dass Einnahmen gesteigert werden. Das würden die Zahlen auf Jahresfrist auch offenbaren. Dieses wären aber die einzigen legitimen Ziele, mit denen man sich auf den Weg machen könnte. Das Seebad Travemünde soll Einnahmen in die Stadt bringen. Dazu braucht es ein Management, das frei ist, ausschließlich dieses Ziel zu verfolgen und mit den entsprechenden Möglichkeiten ausgestattet ist. Ein vielstimmiger Chor taugt nicht dafür. Ein Defizit des Kurbetriebes muss nicht sein. Das machen uns Wettbewerber vor. Die dafür vor allem notwendige Steigerung der Gästebettenzahl kommt aber nicht voran, die Übernachtungszahlen steigen nicht so wie es sein müsste. Wettbewerber verfügen über das doppelte bis dreifache Angebot. Das würde dem Haushalt der Stadt in Wahrheit nützen. Nicht die Einwohner des Stadtteils Travemünde werden dadurch bevorzugt, sondern die Haushaltslage der Stadt ist damit zu verbessern. Nur daran kann sinnvolles Handeln gemessen werden.

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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