Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 10. Mai 2011

Diamantene Hochzeit im HGH

Lübecker Ehepaar seit sechzig Jahren verheiratet

Eine Feier der ganz besonderen Art findet am 12. Mai in der städtischen SeniorInneneinrichtung Heiligen-Geist-Hospital, Koberg 11, statt: Das Ehepaar Gertrud und Manfred Seithel feiert an diesem Tag seine diamantene Hochzeit. An diesem Ehrentag werden im Rahmen eines kleinen Empfangs die Glückwünsche der SeniorInneneinrichtungen der Hansestadt Lübeck durch Bereichsleiterin Sigrid Roggensack überbracht. Der Empfang findet am 12. Mai um 10 Uhr im Gewölbe der SeniorInneneinrichtung Heiligen-Geist-Hospital statt.

Die geborene Gertrud Busch und ihr Ehemann Manfred lernten sich 1950 in den Mensastuben der Universität Kiel beim Tanzen kennen – und lieben. „An einem Tisch saßen zwei Frauen und ein Herr. Und als ich diesen Tisch ansteuerte, machte mir meine heutige Frau sofort klar, zu wem der Herr am Tisch gehörte, nämlich zu der anderen Dame. Ich sollte also wissen, dass sie noch zu haben sei“, erzählt der noch heute glückliche Ehemann Manfred Seithel. Ein Jahr später, am 12. Mai1951, heiratete der damalige Metallbildhauerlehrling die Versicherungskauffrau Gertrud Busch. Bei einem wöchentlichen Lehrlingsentgelt von 20 DM musste natürlich auf eine Hochzeitsreise verzichtet werden. Ein Jahr später kam dann der Sohn Steffen und 1955 die Tochter Friderike zur Welt. Heute hat das Ehepaar Seithel vier Enkelkinder.

Nach seinem Berufsabschluss zum Metallbildhauer, schloss Herr Seithel noch eine zweite Berufsausbildung zum Goldschmied ab. Später absolvierte er noch ein Studium Fachrichtung metallverarbeitende Berufe in Kiel und war im Anschluss über 30 Jahre lang Berufschullehrer an der Gewerbeschule I in Lübeck, der heutigen Emil-Possehl-Schule, tätig.

Selbstgetriebene Metallkerzenleuchter und Schalen an den Wänden und der gesamte selbstgefertigte Schmuck der Ehefrau, zeugen von der Handwerkskunst von Herrn Seithel. Schelmisch sagt er: „Ich schmücke meine Frau selbst.“. In der Hohelandstraße wohnte das Ehepaar jahrelang, bis es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ging. Daher zog das Ehepaar Seithel im März 2008 gemeinsam ins Heiligen-Geist-Hospital um.

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