Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 17. Mai 2011

Wat nu, leeve Lüüd?

Autor: Wolfgang Drozella

FDP

Jahrelang klagten Politiker mit lauten Emotionen über die große Not der vielen, vielen Kinder, die in bitterböser Armut mitten unter uns darben müssten. Es wurden Spenden gegen die Armut gesammelt, Stiftungen gegründet, Schriften aufgelegt und die Medien füllten Sendeplätze zu den besten Sendezeiten bzw. Zeitungen konnten viele Seiten mit traurigen Berichten schwärzen. Bürger, die noch den Blick für die Realität hatten, stellen schon früh fest, dass die Kinderarmut zur gleichen Zeit in fast allen europäischen Ländern wie eine Pandemie in den Medien auftauchte. Auch in Lübeck war die Kinderarmut bisher aktuell. Wer die Horrorzahlen anzweifelte und nach validem Zahlenmaterial fragte, der wurde als unsoziale verdächtigt, den armen Kindern nicht helfen zu wollen. Eine, von interessierten Kreisen finanzierte Institution, die die Kinderarmut aus politischen Gründen ins Leben, d.h. in die Medien gehoben hat, musste in den letzten Tagen zugeben, dass ihre Zahlen zur Kinderarmut zum Teil völlig aus der Luft gegriffen waren. Wat nu, leeve Lüüd? Der Verdacht, die Bekämpfung der propagierten Armut wurde auch in der Hansestadt Lübeck von unterschiedlichen Gruppen genutzt, um eigene Ziele und Interessen zu fördern, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Hier missbraucht man die Not dieser Kinder bewusst für die eigenen Zwecke! Dieses verurteilen wir in schärfster Form! Unbestritten ist die Tatsache, dass Kindern in Not geholfen werden muss. Doch wie berechnet nun die Stadt die Kinderarmut? Oder meint man mit „Kinderarmut“ das Defizit in der Erziehungsverantwortung der Eltern gegenüber Ihren Kindern?

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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