Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 24. Mai 2011

Kurbetrieb in Travemünde erhalten

Autor: Klaus Petersen

CDU

Die CDU wagt einen erneuten Anlauf, um der rot-rot-grünen Mehrheit die Gelegenheit für eine Rücknahme ihres Beschlusses zur Quasi-Auflösung des Travemünder Kurbetriebes zu geben. Im Ostseebad ist der Widerstand groß – und dies völlig zu Recht. Schließlich hat die Bürgerschaftsmehrheit nicht einmal versucht zu erklären, warum der Beschluss für eine Rückführung auf die „hoheitlichen Pflichtaufgaben“ zu Kostensenkungen führen soll. Im Vorfeld der Verabschiedung ist weder eine Prüfung durch die Stadtverwaltung, noch eine Beratung in den zuständigen Fachgremien erfolgt. Auch im Nachhinein sollte im Ausschuss für den Kurbetrieb Travemünde die Diskussion zunächst abgebügelt werden. Erst in einer zweiten Sitzung konnte letzte Woche in Erfahrung gebracht werden, dass Rot-Rot-Grün ob der Sinnhaftigkeit ihres eigenen Beschlusses ahnungslos ist. Zur Bürgerschaftssitzung an diesem Donnerstag, dem 26. Mai, beantragt die CDU-Fraktion die Rücknahme des Kurbetriebsbeschlusses. Wir wollen der Bürgerschaftsmehrheit Gelegenheit geben, eine angemessene Beratung um die Zukunft des Kurbetriebs nachzuholen. Wir sind sicher, sie wird ebenso wie wir zu dem Ergebnis kommen, dass der Kurbetrieb in Travemünde im Interesse der Konkurrenzfähigkeit des Seebads an der Ostseeküste gestärkt werden sollte, anstatt ihn zu schwächen. Sollte die Bürgerschaft den Antrag ablehnen, gibt es eine weitere Gelegenheit zur Diskussion: Die CDU-Fraktion hat gegenüber der Stadtpräsidentin angeregt, die Tagesordnung der Einwohnerversammlung am 16. Juni im Lübecker Rathaus um den Punkt „Kurbetrieb Travemünde“ zu erweitern.

V.i.S.d.P.: Klaus Petersen

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