Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 31. Mai 2011

Kennedys Frage

Autor: Thomas Rathcke

FDP

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Sichtweise der Lübecker und der politisch Verantwortlichen ist. Während das bürgerliche Lager sich nach wie vor bemüht, den Haushalt in den Griff zu bekommen, was als Opposition doppelt schwer ist, gibt es immer wieder Stimmen, die überwiegend Forderungen stellen und Gelder für sicherlich gut gemeinte Projekte fordern. Wenn wir als FDP immer wieder auf Aufgabenreduzierung und Haushaltssanierung hinweisen, so hat das einzig und allein zum Ziel, das bisschen Spielraum, der der Kommune noch bleibt, zu nutzen für zukünftige Generationen. Die Zinslast unserer Schulden belastet uns bereits heute, bei niedrigem Zinssatz, mehr als wir tragen können. Denn diejenigen, die heute immer neue Forderungen nach städtischen Leistungen einklagen, werden dafür verantwortlich sein, wenn irgendwann Schwimmhallen oder das Theater geschlossen werden! Bereits heute reicht das Geld nicht für z. B. dringend benötigte Straßensanierungen. Vor genau 50 Jahren sagte der berühmte amerikanische Präsident J. F. Kennedy die Worte: „Frage nicht, was dein Land für Dich tun kann – frage, was Du für Dein Land tun kannst.“ Es gibt in Lübeck Menschen, die sich, nach diesem Satz, uneigennützig zum Wohle der Stadt einbringen. Ihnen gilt unser Dank! All denen, die nur Forderungen stellen, sei gesagt, dass es auch ihre Stadt ist. Lübeck gehört nicht der Verwaltung, nicht dem Bürgermeister, sondern den Lübecker Bürgern. Wir alle haben es heute in der Hand, wie sich Lübeck entwickeln soll. Mit noch mehr Schulden oder vielleicht morgen besser als heute!

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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