Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 14. Juni 2011

Archäologischer Sommer in Lübeck

Umfangreiches Programm in den nächsten Wochen zum Leben im Mittelalter (und mehr)

Das Leben im Mittelalter beschäftigt die Hansestädter seit eh und je. Mit dem Ausgrabungszelt im Gründungsviertel zwsichen Fisch- und Braunstraße kommen nach und nach wertvolle Schätze ans Tageslicht – und die sollen nun beim „Archäologischen Sommer“ entsprechend präsentiert werden. Beginn war am Welterbetag (5. Juni), fortgeführt wird das Projekt bis zum „Tag des offenen Denkmals“ am 11. September.

Bei den Schätzen handelt es sich um freigelegte Kloaken, die „immer wieder wahre Schatztruhen sind“, wie Manfred Gläser, Leiter des Bereichs Archäologie und Denkmalpflege, betont. „Dinge wie Holzteller, Ledertaschen, Kleinzeugs und Gebrauchsgegenstände finden sich hier“. Ausgegraben wurden aber auch mehrere neue Holzhaustypen, wie eine sorgfältig konstruierte und unterkellerte Blockhütte, die so bisher noch nicht bekannt war. „Und es wurden Reste von Schwellenbohlenbauten gefunden“, so Gläser. Ebenso Kalksteinplatten, die auf eine Handelsverbindung im  12. Jahrhundert mit Gotland hinweisen könnten. „Die genaue Analyse kommt noch“, so der Archäologe.

Die spannendste Grabungszeit verspricht sich Gläser vom 3. Grabungsabschnitt auf dem Gelände der ehemaligen Hanseschule. „Jetzt im 2. Abschnitt rechnen wir auch noch mit einigen Funden. Wir würden gerne die slawische Siedlung finden. Dafür sind wir aber noch nicht tief genug“.

Jetzt können sich im Archäologischen Sommer Bewohner und Besucher der Hansestadt ein Bild von den Grabungen und der Geschichte Lübecks vor Ort machen. Die Veranstaltungen finden im Grabungszelt zwischen Braunstraße und Fischstraße, Eingang Braunstraße. Karten im Vorverkauf gibt es nicht, es ist nur Abendkasse möglich.     msn

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