Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 14. Juni 2011

Ein Ort zum Essen, Entspannen, Begegnen

Das Refugium mit Mensa wurde im Katharineum eingeweiht

Über einen außergewöhnlichen Ort können sich seit vergangenen Mittwoch Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie all die, die im Katharineum tätig sind, freuen. Nach etwas über einjähriger Bauzeit wurde das Refugium mit Mensa eröffnet. Ein Refugium ist ein Schlupfloch, eine Freistätte, ein sicherer Hafen. Diese Attribute sollen alle zusammen genießen, zum gemeinsamen Essen und Trinken, Erzählen, Projekte entwerfen, Veranstaltungen feiern und Entspannen nutzen können, so die Vorstellung von Schulleiter Thomas Schmittinger, dem die Freude und der Stolz über das neue Bauwerk deutlich vom Gesicht abzulesen war.

965 Schülerinen und Schüler werden derzeit an Lübecks ältester Schule, die seit 480 Jahren besteht, unterrichtet. Das Refugium entstand auf dem Platz des ehemaligen Fahrradhofes, der nunmehr überdacht ist. In die Planung und Verwirklichung des Umbaus wurden Stilelemente des alten Gebäudes mit übernommen – so entstand ein schöner Mix aus Alt und Neu.

„Vergangenheit wahren, Gegenwart leben und Zukunft gestalten, dieses Motto wurde hier umgesetzt“, sagte Schmittinger bei seinen Grußworten. Schulsenatorin Annette Borns (SPD) freute sich, das Bauwerk einzuweihen: „Das Thema ‚Aufwachsen in Lübeck‘ begleitet die Hansestadt seit einigen Jahren. Hier wurde es umgesetzt und es ist ein Lebens- und Lernort entstanden, an dem sich. Schüler, Lehrer, Schul- und Mensaangestellte begegnen können“. Betreiber der Mensa ist die Vorwerker Diakonie, die seit vier Jahren auch die Mensa des Johanneums betreut. „Wir werden gesunde und hochwerte Bio-Produkte anbieten“, sagt Fred Mente, Vorstand der Vorwerker Diakonie. Es gebe ein Kioskangebot vormittags mit belegten Brötchen, Snacks, Obst und Getränken; mittags verschiede Menüs und Gerichte zur Auswahl. Ein Salatbüffet gebe es aber erst, wenn die Ursachen für EHEC abgeklärt seien.

Der Bau des Refugiums kostete insgesamt 1.643.000 Euro. Er wurde zu 45 Prozent durch das Land gefördert, an den Kosten beteiligten sich zudem die Possehl-Stiftung, die Bluhme-Jebsen-Stiftung, der Elternverein „Kulturmark“, der Verein Bund der Freunde des Katharineums e. V. und der Fundraisingverein des Katharineums.  Das außergewöhnliche Design der Sitzpolsterungen entwarf die Klasse 13d mit Lehrerin Christine Asmussen und dem Architekturbüro  Haufe + Petereit.         msn

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