Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 21. Juni 2011

Schwimmen muss bezahlbar bleiben

Autor: Jan Lindenau

SPD

Die Forderung von Herrn Dr. Mildner, Schwimmbäder zu schließen und gleichzeitig die Eintrittspreise deutlich zu erhöhen, ist nicht neu. Auch wir wollen die Verluste weiter reduzieren. Dies gelingt nicht durch populistische Äußerungen, sondern nur durch konkrete Konzepte. Mitarbeiter und Werkleitung haben in den vergangenen Jahren einen guten Job gemacht und viele Synergieeffekte gehoben, die zur deutlichen Reduzierung des Betriebsverlustes beigetragen haben. Aber zur ganzen Wahr heit gehört auch, dass öffentliche Schwimmbäder in Städten selten nirgendwo ohne Verlust betrieben werden. Dr. Mildner muss erklären, wieso er gerade sanierte Schwimmbäder in der Innenstadt, Kücknitz und Schlutup schließen will und wie er mit den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgehen will, die als städtische Beschäftigte unkündbar sind. Ist das Konzept des Dr. Mildner etwa, Schwimmbäder schließen und Mitarbeiter ohne Aufgabe weiter bezahlen? Die Entscheidung über die Zukunft der Lübecker Schwimmbäder ist und bleibt eine Frage der Prioritätensetzung. Wir bleiben dabei: Die Schwimmbäder leisten einen wichtigen Beitrag zu den von Dr. Mildner erkannten Zukunftsfragen wie Bildung und Gesundheitsförderung – insbesondere für die Lübeckerinnen und Lübecker, die privat, im Schulunterricht oder im Sportverein die Schwimmbäder besuchen. Wir werden auch zukünftig die Gemeinwesenorientierte Infrastruktur nicht zerschlagen, damit Lübeck Aufgaben wie den Flughafen übernehmen kann, die für ein funkti-onierendes Gemeinwesen nicht zwingend erforderlich sind.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

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