Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 28. Juni 2011

Demokratische Grünstrand-Entwicklung

Autor: Hans-Jürgen Schubert

Die Grünen

Die umstrittene Zukunft des Grünstrandes in Travemünde wird nun den Bürgerinnen und Bürgern zur Mitwirkung vorgelegt. SPD, GRÜNE und LINKE beantragen zur Sitzung der Bürgerschaft am 30. Juni, dass der Bürgermeister bis September die nötigen Verfahrensschritte ausarbeitet und der Bürgerschaft zur Beschlussfassung vorlegt. Ein BürgerInnen-Workshop zur Ideenfindung für eine gemeinwohl-orientierte und touristisch sinnvolle Nutzung des Grünstrands wird das Verfahren von Anfang an begleiten. Diese öffentliche Ideenwerkstatt wird von fachkundigen Stellungnahmen des Gestaltungsbeirats ergänzt, und eine EinwohnerInnen-Versammlung wird danach Beschlüsse fassen. Das ist Bürgerbeteiligung mal drei. Beim Schrangen, beim Busverkehr und bei der Neugestaltung des Altstadt-Zentrums gibt es gute Erfahrungen mit bürgernaher Stadtentwicklung, die auch für den Grünstrand gelten soll. Mindestens 50 Prozent zusammenhängende Fläche des Grünstrandes sind der Öffentlichkeit als Grünfläche zugänglich und nutzbar zu erhalten, heißt es im rotgrünroten Bürgerschaftsantrag. Das touristische Entwicklungskonzept für Lübeck und Travemünde empfiehlt weitergehend sogar die Entfernung vorhandener Bauelemente, um „Erhalt bzw. Verstärkung des natürlichen Charakters des Gründstrandes“ zu erreichen. Die offene Küstenszenerie ist als Merkmal Travemündes entwicklungsfähig. Ein Entwicklungskonzept ist nicht einfach nur ein Bebauungskonzept. Die öffentliche Ideenfindung und die EinwohnerInnen-Versammlung sind in ihren Entscheidungen über die Zukunft des Grünstrandes frei.

V.i.S.d.P.: H.-J. Schubert

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