Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 05. Juli 2011

Fertig saniert: St. Jakobi

Nach Jahren und mehr Schäden als erwartet sind Arbeiten abgeschlossen

Im Jahr 2005 begann die Sanierung des Turmes von St. Jakobi. Eigentlich sollte es schnell gehen, doch es wurden immer neue Schäden entdeckt. Jetzt  wurden die Arbeiten offiziell abgeschlossen. Und es strahlt auch der Dachreiter in neuem Glanz.

Die Schäden an der Seefahrerkirche waren größer als befürchtet. Als der Turm fertig saniert war, bemerkten die Handwerker, dass der Dachreiter einzustürzen drohte. Das Holz war morsch. Im Spätsommer 2009 wurde ein Gerüst aufgestellt. Geplant war eine Zeitspanne von einigen Monaten, aber als das Gerüst stand, verdeutlichte sich das Ausmaß des Sanierungsbedarfes erst. Gutachter wurden beauftragt, um den genauen Schadensumfang zu ermitteln, dann wurde nach kostengünstigen Lösungswegen gesucht.

Aus den veranschlagten 100.000 Euro wurde eine Summe von über 600.000 Euro. Der Dachreiter stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde er erstmals mit Blei ummantelt, um ihn vor der Witterung zu schützen. In den 1960er Jahren erfolgte erneut eine Sanierung. Damals machte man offensichtlich einen Fehler und verlötete alle Ritzen. Das hielt den Regen fern – sorgte jetzt aber für große Schäden. Pastor Lutz Jedeck mit dem Vorstand der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung Wolfgang Pötschke, Hans-Peter Süfke und Antje Peters-Hirt. Die Finanzierung der ganzen Umbauten war nur mit Unterstützung der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck möglich.

Insgesamt steuerte sie 826.500 Euro zu. Besonders beim Dachreiter engagierte sie sich schnell: Da das Gerüst schon stand, war eine Entscheidung innerhalb weniger Tage notwendig. Zum Dank führte Pastor Lutz Jedeck den Vorstand der Stiftung am Freitag durch die Gewölbe zum Dachreiter. Von dort gibt es einen grandiosen Blick auf Lübeck.  vg

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