Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 05. Juli 2011

Und PPP funktioniert doch

Autor: Dr. Raimund Mildner

Bürger für Lübeck

In den letzten Wochen gab es zwei Nachrichten mit exemplarischen Charakter für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Lübeck: Die städtische Gesellschaft KWL hat für die Laserfirma Coherent an der Seelandstraße ein Produktionsgebäude errichtet, das der Firma weiteres Wachstum und die Schaffung von 60 Arbeitsplätzen ermöglicht. Und im Hochschulstadtteil hat dann das ebenfalls gemeinnützige TZL – Trägerschaft durch die Lübecker Wirtschaft – den ersten Erweiterungsbau des MFC fertig gestellt, der sogleich von zwölf technologieorientierten Firmen mit Affinität zu den Hochschulen in Benutzung genommen wurde. Durch privat finanzierte Investitionen öffentlicher Gesellschaften ohne Belastung des Haushalts wurden die Voraussetzungen für wirtschaftliche Wertschöpfung und damit auch Schaffung neuer Arbeitsplätze in Lübeck herbeigeführt. Hier handelt es sich um Gestaltung von Rahmenbedingungen im öffentlichen Bereich, den die Privatwirtschaft zum wirtschaftlichen und sozialen Nutzen der Stadt ausfüllt. Störend sind ideologisch geprägte Bedenken im politischen Raum, wie beim Waterfront-Projekt, bei der Markthalle in Travemünde oder der Initiative für die Ansiedlung einer internationalen Privatschule in Lübeck, die sofort auf eine rot-rot-grüne Blockadehaltung treffen. Arbeitsplätze und Steuergelder werden bei privaten Unternehmen geschaffen, während im öffentlichen Bereich nur der Schuldenstand anwächst. Deswegen sollte Public-Private-Partnership statt fortwährender Ressentiments gegen Privatunternehmen noch mehr in den Mittelpunkt von Verwaltung und Politik in Lübeck gerückt werden.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

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