Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 19. Juli 2011

Mehrheit verhökert Grünstrand

Autor: Andreas Zander

CDU

Ein CDU-Antrag in der letzten Sitzung der Bürgerschaft für klare Vorgaben bei einer möglichen Investorensuche für den Travemünder Grünstrand ist von der rot-rot-grünen Bürgerschaftsmehrheit abgelehnt worden. Die Position der CDU ist eindeutig: Nur damit die von SPD, B’90/Die Grünen und Die Linke geschaffenen Haushaltslöcher vorübergehend gestopft werden können, darf der Grünstrand nicht verkauft werden. Eine teilweise Bebauung des Grünstrandes darf nur dann erfolgen, wenn hierdurch eine eindeutige touristische Aufwertung des Bereichs Grünstrand / Möwenstein erfolgt. Eine reine Wohnbebauung, die dann natürlich auch Leerstand und Einöde in diesem Bereich für die meisten Monate des Jahres zur Folge hätte, muss in jedem Fall verhindert werden. Für die Fraktionen von SPD und Die Linke war dagegen von vornherein das Ziel ausgegeben, bei einem Bebauungsverfahren für den Grünstrand möglichst viel Geld herauszuschlagen. Nun sollte ein rot-rot-grüner Antrag den Weg hierfür frei machen – ohne dass irgendwelche Anforderungen an die spätere Nutzung gemacht worden wären. Leider hat sich auch die Fraktion B‘90/Die Grünen einkaufen lassen und alle zuvor so stolz präsentierten Prinzipien aufgegeben – um die gemeinsame Rathauskoalition zu erhalten. Am Ende könnte am Ende der Strandpromenade in Travemünde ein weiterer Bereich mit einheitlicher, öder Ferienwohnungsbebauung stehen. Dies hilft Travemünde kein Stück weiter. Im Gegenteil, es könnte im Wettbewerb der Ostseebäder weiter zurück geworfen werden. Damit hat Rot-Rot-Grün bereits Erfahrung.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander 

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