Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 19. Juli 2011

Grünstrand Travemünde

Autor: Hans Kröger

FDP

Das „Rot-Rot-Grüne“ Bündnis hat die Mutprobe aufgebracht, in der letzten Bürgerschaftssitzung einen Antrag zur teilweisen Bebauung des Grünstrandes einzubringen. Die SPD ist eher für eine Bebauung, die Partner dagegen. Der Kompromiss im Antrag ist demnach mehr eine Halbentscheidung geworden. Eilfertig haben die Partner Erklärungen an die Presse geschickt, wie ihr Standpunkt verstanden werde sollte, welche Hürden man selbst eingebaut habe und dass noch nichts entschieden sei. Zu befürchten ist allerdings, dass das europaweit auszuschreibende Angebot nicht die wünschenswerte Resonanz bringt. Investoren wissen es einzuschätzen, ob es sich lohnt, zunächst die Kosten einiger zehntausend Euro in einen Entwurf zu stecken, dessen Aussichten dem Zufall unterliegen. Leider sind auch die Auswahl nach dem höchsten Kaufpreisangebot für das Grundstück und das Beste für Travemünde nicht auf einen Nenner zu bringen. Die CDU hatte einen Antrag eingebracht mit einer allgemeinen Aussage, die man jederzeit unterschreiben kann. Leider hat sie das Verfahren nicht mitgeteilt, wie das alles ausgeführt werden soll. Deshalb war dieser Antrag für eine Entscheidung weitgehend substanzlos. Die FDP hat Anfang dieses Jahres einen Beschluss hierzu gefasst, der einer teilweisen Bebauung unter Voraussetzungen zustimmt. Entscheidend ist dabei der allgemeine Nutzen für Travemünde, etwa ein Segelsportzentrum, das sich dort konzentriert. Die Fraktion hat den Antrag des Bündnisses mit Änderungen unterstützt, um in dieser Frage einen Durchbruch zu einer Entscheidung auf den Weg zu bringen.

V.i.S.d.P.:  Thomas Rathcke

 

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