Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. Juli 2011

Lübeck auf dem Weg zur Fairtrade-Town

Beteiligung an der Kampagne zur Unterstützung fairen Handels

An dieser Stelle informiert Sie der Bereich Umweltschutz über aktuelle Themen zu Umwelt und Gesundheit.

Heute: Lübeck auf dem Weg zur Fairtrade-Town.

In der Sitzung vom 30. Juni hat die Bürgerschaft beschlossen, sich an der Kampagne zur Unterstützung des fairen Handels zu beteiligen und sich um den Titel „Fairtrade-Stadt“ zu bewerben.

Worum geht es? Die Fairtrade-Town-Kampagne wird von TransFair, einem gemeinnützigen Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“, getragen und bringt unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. TransFair vergibt das Fairtrade-Siegel für den fairen Handel in Deutschland. Hier erfahren Sie mehr: www.fairtrade-deutschland.de.

Weltweit gibt es Fairtrade-Towns mittlerweile in 17 Staaten. In Deutschland beteiligen sich neben Lübeck bereits 90 Städte an der Kampagne. 43 von ihnen wurden bereits als Fairtrade-Town ernannt.

Warum Fairer Handel? Bauernfamilien und Plantagenangestellte in den so genannten Entwicklungsländern leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des ausbeuterischen Zwischenhandels. Die Folgen reichen von Verschuldung über Arbeitslosigkeit bis zu Verelendung.

Fairer Handel sorgt für verlässlichere und höhere Einkommen, richtet sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit und steht für den Einhalt von internationalen Umwelt- und Sozialstandards. Die ökonomischen, sozialen und ökologischen Standards im Fairen Handel ermöglichen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit in das eigene Handeln zu integrieren. Die  Kriterien, die den Erwerb des Titels „Fairtrade-Town“ bedingen, hat Lübeck nahezu erfüllt:

• Wegbereitend ist der Beschluss Bürgerschaft vom 30. Juni, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtparlaments sowie im Bürgermeisterbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet werden.

• Eine aktive Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“.

Inzwischen treffen sich regelmäßig Aktive, um die notwendigen Schritte einzuleiten. Mit dabei sind unter anderem der BUND, Bündnis 90/Die Grünen, Contigo – fair trade shop, Landwege e.V., Die Linke, die SPD, terre des hommes e.V., die Verbraucherschutzzentrale und der Weltladen Lübeck e.V.

• In über 80 Lübecker Geschäften werden bereits Fairtrade-Produkte angeboten, in 14 Gastronomiebetrieben  werden fair gehandelte Produkte ausgeschenkt.

• Bereits eine Schule, 16 Kirchengemeinden und 6 Vereine und 22 weitere öffentliche Einrichtungen berücksichtigen bei ihrem Einkauf Fairtrade-Produkte.

Mehr dazu ist im Internet unter www.fairtrade-towns.de/fairtrade-towns/luebeck zu finden. Der erste Schritt ist getan. Auf dem weiteren Weg zur Fairtraide-Stadt werden noch Akteure gesucht. Wir alle können dafür Sorge tragen, dass der Faire Handel in Lübeck sichtbar wird.

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