Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 09. August 2011

Strandbenutzungsgebühr abschaffen

Autor: Ragnar Lüttke

Die Linke

Die Fraktion DIE LINKE wird in der nächsten Bürgerschaftssitzung anregen, die Strandbenutzungsgebühr in Travemünde komplett abzuschaffen. Neben der Kurtaxe wird in Travemünde eine Gebühr als Eintrittsgeld für die Besucher des Strandes erhoben. Travemünde ist mit dieser Gebühr nicht allein - alle Ostseebäder in Schleswig-Holstein erheben ebenfalls diese Gebühr. Pro Tag kostet die Strandbenutzung 2,60 Euro. In den anderen Ostseebädern ist die Gebühr ähnlich hoch. Ein gebührenfreier Strand würde einen erheblichen Standortvorteil für Travemünde bedeuten und wäre zudem auch sozialverträglicher, denn viele Bürgerinnen und Bürger, insbesondere mit Kindern, können sich einen Tag am Strand nicht mehr leisten. Wenn diese Maßnahme richtig beworben wird, zum Beispiel unter den Slogan "unserer Strand ist frei!", könnte es für ein deutliches Plus an Tagesgäste in Travemünde sorgen. Die Gebührenfreiheit wäre eine gute Sache für alle Lübeckerinnen, Lübecker und Gäste und würde die Attraktivität des Ostseebades steigern. Von einer steigenden Zahl an Besuchern, würde wahrscheinlich vor allen das Gastronomische Gewerbe, wie Kneipen, Restaurants und Hotels vor Ort profitieren. Die Strandbenutzungsgebühr ist nicht mit der Kurtaxe zu verwechseln und als Einnahme für Lübeck, mit rund 140 Tausend Euro im Jahr, relativ gering. Abzuziehen sind die Kosten für die Eintreibung der Gebühr. Zu prüfen ist, wie der Rest des Einnahmeverlustes kompensiert werden kann. Wir sind sicher, die Praxis wird zeigen, dass die dadurch steigende Besucherzahl, den Einnahmeausfall ausgleichen wird.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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