Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 16. August 2011

Der Bereich Umweltschutz informiert:

Schädliche Stoffe in Teppich, Kleidung oder Möbeln – wie lassen sie sich erkennen?

An dieser Stelle informiert Sie der Bereich Umweltschutz über aktuelle Themen zu Umwelt und Gesundheit.

Heute: Schädliche Stoffe in Teppich, Kleidung oder Möbeln – wie lassen sie sich erkennen?

In einer aktuellen Pressemitteilung informiert das Umweltbundesamt (UBA) über den verbesserten Schutz vor besorgniserregenden Chemikalien.

Wer wissen möchte, ob ein Produkt besorgniserregende Chemikalien enthält, kann seine Auskunftsrechte gegenüber dem Händler, Hersteller oder Importeur geltend machen ohne den Artikel kaufen zu müssen. Dies regelt die europäische REACH-Verordnung.  REACH steht für „Registration, Evaluation, Authorisation of CHemicals“, dahinter verbirgt sich ein Regelwerk zur Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien.

REACH verpflichtet den Handel und die Hersteller, Bürgerinnen und Bürgern auf Nachfrage mitzuteilen, ob ein Erzeugnis solche Stoffe enthält. Die Anfrage muss der Handel oder der Hersteller innerhalb von 45 Tagen beantworten. Die Auskunftspflicht ist nicht an den Kauf gebunden. Ein Musterschreiben für gezielte Nachfragen stellt das UBA auf der Internetseite www.reach-info.de/dokumente/musterbrief.doc  zur Verfügung. Dort und auf der Homepage der Europäischen Chemikalienagentur sind auch Informationen zu besonders besorgniserregenden Stoffen in Produkten zu finden: http://echa.europa.eu/reach/sia/notification_in_sia_en.asp.

Die europäische REACH-Verordnung verpflichtet Unternehmen seit dem 1. Juni besonders besorgniserregende Stoffe in Erzeugnissen gegenüber der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) anzuzeigen. Ob Produkte schädliche Stoffe enthalten, kann man aber auch schon an den auf der Verpackung sichtbaren Symbolen erkennen. Möglich macht das eine Verordnung zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien in der EU (europäische CLP-Verordnung),  die das  GHS (global harmonisiertes System), das weltweit Chemikalien einheitlich einstuft und kennzeichnet, umsetzt. Aber Vorsicht, beispielsweise ätzende Reinigungsmittel müssen erst ab dem 1. Juni 2015 ein solches Symbol tragen.

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