Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 23. August 2011

Preisanpassung mit Augenmaß

Autor: Ulrich Pluschkell

SPD

Herr Petersen von der CDU hat jüngst kundgetan „Das Leben in Lübeck wird teurer.“ Unbestritten. Herr Petersen folgert tiefgründig, dafür seien „ die von SPD, Linken und Grünen besetzten Aufsichtsräte bei den Stadtwerken verantwortlich.“ Wer sich die Preissteigerungen z. B. bei Lebensmitteln und Benzin vor Augen führt, der ahnt schnell, dass die gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht die rot-rot-grüne Mehrheit im Lübecker Rathaus zu vertreten hat. Aber jede gute Hausfrau kann es sich denken: „Die Hansestadt Lübeck leidet unter dem Preisdiktat der Erdöl-, Energie- und Lebensmittelkonzerne genauso wie jeder private Haus-halt.“ Wenn es also zu Preissteigerungen auf dem Energiemarkt kommt, dann trifft dies auch die Stadtwerke, die letztlich diese Steigerungen - aktuell im Gassektor - an ihre Kunden weitergeben müssen. Gleiches gilt für den Stadtverkehr, der seine Busse betanken und zudem neuerdings jährlich rund 300.000 € Tunnelmaut zahlen muss. Trotzdem ist es Ziel der SPD, Lübecks Bürgerinnen und Bürger vor unzumutbaren Preissteigerungen zu schützen. Darum hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke die bereits vor mehreren Wochen angedachte Gaspreiserhöhung um ein Drittel eingedampft. Und der Aufsichtsrat des Stadtverkehrs hat zwar den von der Lübecker Bürgerschaft seinerzeit einstimmig gefassten Be-schluss zur Einführung des Schleswig-Holstein-Tarifs formal umgesetzt, dabei aber die Busfahrpreise für Schüler in Lübeck (Preisstufe 3) niedriger festgesetzt als landesweit üblich! Unser Fazit: Die Anpassung der Preise der Stadtwerke für Energie und Busverkehr ist nicht schön, aber angemessen.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

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