Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 23. August 2011

Lübeck als Fairtrade-Stadt?

Autor: Gregor Voht

Bürger für Lübeck

Die Bürger für Lübeck (BfL) lehnten in der letzten Bürgerschaftssitzung ab, dass Lübeck wie von Grünen und Linken beantragt den Titel Fairtrade-Stadt anstrebt. Grund für dieses Abstimmungsverhalten war für die BfL ausdrücklich nicht eine ablehnende Position gegenüber dem Grundgedanken des fairen Handels. Für die Ablehnung war maßgeblich, dass dieser Antrag bürokratische Strukturen geschaffen hätte, die in unseren Augen vermeidbar sind. Die Idee der Fairtrade-Stadt beinhaltete eine lokale Steuerungsgruppe mit festem Tagungsrhythmus und Verwaltungsbeteiligung sowie die Notwendigkeit, der Regulierung der Titel vergebenden Organisation zu unterliegen. Die BfL beantragten als konstruktiven Gegenvorschlag zu dieser bürokratischen Symbolpolitik mit Titelverleihung den Fairtrade-Gedanken auf die herkömmliche Weise schlicht dadurch zu unterstützen Fairtrade-Produkte zu kaufen – konkret: die Verwaltung solle vorrangig auf fair gehandelte Produkte zurückgreifen. Das Ansinnen der BfL fand leider keine ausreichende Unterstützung. Die Bürger für Lübeck möchten die momentane Aufmerksamkeit für das Thema aber nutzen und die Lübeckerinnen und Lübecker darum bitten: Wenn es ihnen finanziell möglich ist und sie Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Diskriminierung in der dritten Welt einschränken wollen, dann stärken sie den fairen Handel durch ihre eigene Kaufentscheidung! Die Macht des Verbrauchers, über seinen Konsum Einfluss zu nehmen, kann in der Summe etwas bewegen. Es geht darum, dass sich viele bisher ausgebeutete Menschen selber eine Chance auf eine bessere Zukunft erarbeiten können.

V.i.S.d.P.: Dr. Raimund Mildner

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