Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 06. September 2011

Schnelle Hilfe an der Uni-Klinik

Neue Notaufnahme geht am 12. September in Betrieb

Am vorigen Montag wurde die neue Notaufnahme an der Uni-Klinik eingeweiht, am 12. September geht sie in Betrieb. Für Patienten bietet sie viele Vorteile: So werden Einlieferung sofort begutachtet und in Warteklassen unterteilt. Notfälle werden sofort weiter behandelt, bei kleinen Wehwehchen beträgt die Wartezeit maximal zwei Stunden.

Die Zahl der Patienten in der Notaufnahme ist stark gestiegen. Bei der Eröffnung im Jahr 1991 wurden dort 13.000 Fälle bearbeitet, im vergangenen Jahr waren es bereits 32.000. Durch den Neubau gibt es jetzt 28 statt bisher 14 Betten. Dazu kommen Isolationsräume für infektiöse Krankheitsbilder. Die Kosten von 7,3 Millionen Euro wurden zu 75 Prozent durch das Konjunkturpaket II der Bundesregierung finanziert. Patienten werden in Zukunft zuerst eingeschätzt.

Nach den Leitsymptomen Lebensgefahr, Schmerzen, Blutverlust, Bewusstsein, Temperatur und Krankheitsdauer werden Gruppen eingeteilt. Wer den Vermerk „sofort/rot“ bekommt, hat null Minuten Wartezeit. Bei „orange“ beginnt die Behandlung nach maximal zehn Minuten, bei „gelb“ sind es 30 Minuten.

Nach spätestens zwei Stunden sind aber alle Wunden versorgt. „Der große Fortschritt liegt darin, dass wir nicht nur die Überwachungs- und Diagnosemöglichkeiten verbessern, sondern auch den Komfort für unsere Patienten erheblich steigern können“, sagt Prof. Dr. Heribert Schunkert, Direktor der Medizinischen Klinik II. „So sind jetzt auch notfallmäßig ambulante und kurzstationäre Behandlungen in Ein- oder Zwei-Bett-Zimmern möglich.“

Die Uni-Klinik lädt alle Interessierten am 10. September von 14 bis 17 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“ in der Notaufnahme ein.

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