Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 06. September 2011

Musik, zwo, drei, vier

Autorin: Katja Mentz

Die Grünen

Lübeck wird gern als Kulturhauptstadt des Nordens bezeichnet – völlig zu Recht! Wir haben Marzipan, Theater, Familie Mann, Mühsam und Brandt, Kino Koki, hochkarätige Museen, die Alternative, Nordische Filmtage.... Und wir haben eine Vielzahl von jungen und junggebliebenen Menschen, die zusammenkommen, um in ihrer Freizeit gemeinsam Musik zu machen. Wenig bekannt ist die hohe Dunkelziffer, die von uns vorsichtig auf 100 bis 200 Musikgruppen geschätzt wird. Genres von Pop bis Punk, Metal, Reggae, Funk…. Alles was Ohren erfreut und Beine zum Tanzen bringt findet sich hier, hinter Lübecks Mauern, in Kellern, Bunkern, überall dort, wo es niemanden stört, dass Musik geprobt werden muss und dabei nicht immer schön klingt, aber laut. Wenig bekannt ist auch, dass mit Villeroy & Boch nicht allein ein Lübecker Betrieb seine Tore schloss, sondern im September des vergangenen Jahres rund zwanzig Bands dort ihre Proberäume verloren. Wir haben recherchiert. Etliche sind in alten Luftschutzkellern untergekommen, zahlen Miete für bedrückend düstere Räume, in denen der Schimmel zu riechen ist, die kostbaren Anlagen unter Feuchtigkeit leiden und die eingeatmete Luft nicht gesund sein kann. Mit unserer Initiative und dem Zutun eines Journalisten meldete sich nach einem Artikel über diese Zustände eine Vermieterin, die Musikern eine neue Heimat bieten konnte. Im September beantragen wir GRÜNEN, die Verwaltung möge ein Konzept erstellen, wie die Lübecker Musikszene besser unterstützt werden kann. Mit guten Ideen und wenigen Mitteln lässt sich für Lübecks Kulturschaffende vieles verbessern.

V.i.S.d.P.: Katja Mentz

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