Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 13. September 2011

Wa(h)re Gesundheit?

Autor: Silke Thom

Die Linke

Nachdem die CDU Landtagsfraktion von Ihren Plänen der Privatisierung des UKSH Abstand genommen hat, sollen „nur“ die Gebäude von Privatinvestoren saniert werden. Die Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, sollen nun dazu herhalten, privatem Kapital Eingang zu verschaffen. Kostenbewusstes Wirtschaften in früheren Zeiten hat dazu geführt, dass während der „Gesundheitsreform“ die Uniklinik Lübeck den niedrigsten Basisfallwert in deutschen Kliniken bekommen hat. Die finanziellen Probleme der Krankenhäuser in Schleswig Holstein und insbesondere in Lübeck, lassen sich nicht länger durch sogenannte „Prozessoptimierung“ oder durch Personalabbau lösen. Ein Weg zur Verbesserung der Finanzlage ist der Antrag der schleswig-holsteinischen Landtagsfraktion DIE LINKE., für einen bundeseinheitlichen Basisfallwert und eine kostendeckende Refinanzierung der Krankenhäuser. Alle Versuche, privatem Kapital den Weg in das UKSH zu ebnen, werden in die Katastrophe führen. Im Hamburger Gesundheitswesen hat sich die Privatisierung der Gebäude, die dann zurück zu mieten sind, bereits als sehr kostenintensiv Irrweg erwiesen. Diesem Irrweg wollen nun die Kieler Regierungsfraktionen folgen und die Bauten des UKSH an Private veräußern. Das Problem bei jeder Privatisierung ist, dass die Krankenkassen aus Profitgründen geplündert werden sollen. Der Mensch hat im Mittelpunkt zu stehen, denn es gilt die beste Therapie zur Linderung von Schmerzen und zur Heilung von Krankheiten zu finden. Das bedeutet aber auch, dass die Marktlogik im Gesundheitswesen nichts zu suchen hat.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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