Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 13. September 2011

30 Kilometer sind genug!

Autor: Rolf Klinkel

Die Grünen

Ein Auto, das fährt, macht Krach. Je schneller, desto mehr. Damit der Autolärm nicht ins Unerträgliche ansteigt, gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung innerhalb geschlossener Ortschaften. 50 Kilometer pro Stunde sind nach unserer Meinung jedoch noch zu schnell und die Höchstgeschwindigkeit an bewohnten Straßen muss auf dreißig Kilometer abgesenkt werden. Wenn Autos Blech an Blech fahren, spielt eine Geschwindigkeitsbegrenzung sowieso keine Rolle, dann gilt nur noch Fußgänger- oder Fahrradtempo und ich wundere mich, dass Autofahrer nicht gleich aufs Fahrrad steigen. Am Abend und nachts sind Straßen nicht mehr so voll. Auf manchen Autofahrer wirkt eine leere Straße wie ein Pawlowscher Reflex. Sie müssen das Gaspedal soweit durchtreten, dass der Adrenalinspiegel und die Tachoanzeige auf eine dreistellige Zahl ansteigen. Ein solch zwanghaftes Verhalten verwandelt gesetzestreue und mitfühlende Bürger dann in Raser, die sich einen Dreck um die Straßenverkehrsordnung und um die Nachtruhe anderer Menschen kümmern. Hier helfen nur ein Nervenarzt oder Strafmaßnahmen wie Geldbußen oder Fahrverbote. Um diese durchzusetzen, muss vorher kontrolliert werden. Dafür sind Radaranlagen die richtigen Instrumente und davon muss es in der Hansestadt noch viel mehr geben. Die Lübecker GRÜNEN sind dem zuständigen Senator dankbar, dass er für die weitere Aufstellung notwendiger Kontrollgeräte sorgt, und Lübecker BürgerInnen vor lärmenden Verkehrsrowdies schützt. Für uns ist es unverständlich, dass SPD, CDU, FDP und BfL- Mitglieder die Lärmschutzmaßnahmen des Senators als ‚Abzocke‘ bezeichnen.

V.i.S.d.P.: Rolf Klinkel

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