Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 20. September 2011

„Schnuppern“ in das Ehrenamt

ePunkt bietet eine Woche lang Beratung an

Wer schon einmal mit dem Gedanken gespielt hat, ein Ehrenamt zu übernehmen, der darf jetzt „schnuppern“: Das Bürgerkraftwerk ePunkt hat zum zweiten Mal die Aktion „Schnupperstunde im Ehrenamt“ initiiert. Noch bis zum 23. September können sich Interessierte per Telefon über die Möglichkeiten ehrenamtlicher Arbeit informieren und für eine Schnupperstunde vermitteln lassen.

„Viele haben noch eine Hemmschwelle“, weiß Ulrike Winter, selbst Ehrenamtlerin und berufstätig. Sie hatte die Idee für die Aktion, die ihr sehr am Herzen liegt. Zwölf Bereiche in der Hansestadt wurden ausgesucht – von der Caritas, Mehrgenerationenhäusern, Johannitern, Kommunales Kino, Vorwerker Diakonie, Seniorenlotsen, Marienkirche bis zum Ronald McDonald-Haus. „Am Telefon gibt es eine kurze Beratung, wir stellen den Kontakt zur Einrichtung her, die setzt sich mit den Interessierten dann in Verbindung“, so Winter.

Dass die Aktion jetzt stattfindet, ist kein Zufall: Bundesweit findet vom 16. bis 25. September die Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt.

Willma Timm, Mitarbeiterin der Caritas und für das Projekt „Lichtblicke“ verantwortlich, freut sich auf mögliche neue Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler. „,Lichtblicke‘ bietet für ältere Menschen Begleitung zu Ämtern und Behörden, Ärzten, zum Spazierengehen oder auch einfach nur zum Kaffee trinken und Klönen“, berichtet Timm. In der Schnupperstunde werde ein Helfer begleitet und sich so ein Bild über die Tätigkeit gemacht.

Wie Juleka Schulte-Ostermann, Geschäftsführerin des ePunktes, feststellt, wandele sich die Altersstruktur der Ehrenamtler: „Zurzeit haben wir viel Zulauf von der Generation 55+, also den künftigen Ruheständlern.“ Aber auch viele Studentinnen und Studenten suchten sich ein Ehrenamt als Ausgleich zum Studium. Der ePunkt bietet insgesamt 120 Einrichtungen an, in die vermittelt wird.

Der Zulauf und der sich daraus ergebende organisatorische Aufwand ist groß, die Finanzierung ist noch bis 2012 gesichert, dank Geldern von der Possehl-Stiftung, der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung und dem Bundesfamilienministerium. Im Frühling 2009 eröffnete der ePunkt. „Eine Koordination für das ehrenamtliche Engagement in Lübeck ist wichtig“, sagt Schulte-Ostermann. Sie hoffe, dass die Institution bestehen bleibt.

Doch zunächst freuen sich die Mitarbeiterinnen und Ehrenamtler des ePunktes auf zahlreiche Anrufe. Die Beratung zur Schnupperwoche ist unter der Telefonnummer 0451/3050405 bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 16 bis 19 Uhr offen, am am Freitag von 9 bis 12 Uhr.           msn

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