Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 20. September 2011

Blitzerhauptstadt Lübeck?

Autor: Carsten Stier

FDP

Seit geraumer Zeit sinkt die Verkehrsmoral vieler Verkehrsteilnehmer auffällig. Hierbei kann keine Gruppierung ausgeschlossen werden. Jährlich tauchen in den polizeilichen Analysen und Statistiken die nicht angepassten Geschwindigkeiten als eine der häufigsten Unfallursachen auf. Deshalb ist eine sinnvolle Überwachung durch Geschwindigkeitsmessungen durchaus notwendig und daher auch nicht pauschal als Abzocke zu betrachten. Bei den Geschwindigkeitskontrollen müssen allerdings sinnvolle Schwerpunkte gesetzt werden. Die FDP Lübeck fordert, dass primär, sowohl stationär aber auch mobil, an Unfallhäufungsstellen und an besonderen Einrichtungen bzw. Örtlichkeiten (Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen, Krankenhäusern, 30 km/h-Zonen) Geschwindigkeiten gemessen und kontrolliert werden. Bei den Überwachungen sollte die Qualität der Aktivitäten immer Vorrang vor der zahlenmäßigen Quantität besitzen! Bevor die großen Hauptstraßen halb Lübecks mit stationären Blitzern voll gestellt werden, sollten eher, wenn möglich, bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel Bodenschwellen, in Betracht gezogen werden. Diese haben aber nur einen „Nachteil“, sie bringen kein Geld ein, sondern es entstehen zusätzliche Kosten! Aber in jedem Fall erreichen solche straßenbaulichen Veränderungen oftmals viel effektivere und nachhaltig positivere Ergebnisse; auch bei dem gesundheitsschädigenden Lärm. Sollte es nicht eigentlich vorrangig darum gehen und nicht um neue städtische Einnahmequellen zu generieren zu Lasten der Autofahrer?

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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