Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. September 2011

Tempo 30 überall? Mottenkiste.

Autor: Dirk Freitag

CDU

Vor wenigen Tagen hat Bündnis 90/Die Grünen die Einführung eines grundsätzlichen Tempo-30-Limits innerorts von Lübeck gefordert. Die Grünen haben damit offenbar mal wieder die besten Ideen. Nun also ein Beschäftigungsprogramm für alle Autofahrer. Wer mit dem Auto von Krummesse nach Travemünde und zurück statt zwei Stunden vier braucht, muss sich mit einem unnötigen Arbeitsplatz gar nicht mehr den Tag verderben. Die Stadt Lübeck einfach dichtzumachen war schon immer eine heimliche Standortforderung der Grünen. Auch dies hat Vorteile: Für die anstrengende Sanierung von Straßen, die Investorensuche und –betreuung oder gar eine Haushaltskonsolidierung fehlt auf einmal jede Notwendigkeit. Doch Spaß beiseite. Es bleibt dabei: Hinter der bürgerlichen Fassade von Bündnis 90/Die Grünen steckt eine Partei der Gängelung und der Erziehungsmaßnahmen. Innerorts Tempo 30 zu verordnen ist ein Einfall aus der politischen Mottenkiste der 1980er Jahre. Gut in Erinnerung sind uns die Leerstände auf der Altstadtinsel, die aus einer einseitig und von oben herab verordneten autofreien Innenstadt resultierten. Eine verantwortliche Verkehrspolitik muss dagegen die Interessen des Individualverkehrs mit denen von Anwohnern in Einklang bringen. Freie Fahrt auf Durchgangsstraßen, Beruhigung in den Wohn- und Denkmalbereichen. Konsequente und gleichwertige Sanierung von Fahrbahnen, Fuß- und Radwegen. Ideologische Verkehrspolitik, die ausschließlich zuungunsten des motorisierten Individualverkehrs plant, um den Menschen das Autofahren abzuerziehen, ist Vergangenheit.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

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