Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 04. Oktober 2011

Bebauung nördliche Wallhalbinsel

Autor: Wilfried Link

Die Linke

Am Anfang war die Tat: öffentlicher Raum, denkmalgeschützt und auch sonst wertgeschätzt und zentral zugänglich, wird ein wenig nachlässig behandelt, Parkplätze und sonstige Müllecken entstehen. Angler entdecken das Terrain für sich, als Veranstaltungsräume sind die Hafenschuppen zu vermarkten, aber eben als Übergang. Ein Bebauungsplan muss her. Und wie sieht das auch aus: Gegenüber wird das Hansemuseum entstehen als hochmoderne Museumslandschaft, auch im weitesten Sinne privat finanziert. Und was wird dann? Die Untertrave lässt auf dieser Ecke bereits zu wünschen übrig, Läden stehen leer, Bausubstanz verrottet. Und doch: es gibt hier noch Wohnraum, der erschwinglich ist! Zugegeben: der Standard ist anders als die Wohnen am Wasser-Projekte; aber wir müssen uns dringend dafür einsetzen, dass in der Innenstadt auch Menschen mit niedrigem Einkommen wohnen können. Und zwar nicht nur in heruntergekommenen Rest-Altbauten, sondern auch in Neubauwohnungen. Das spricht für die Sanierung des genannten Wohnraums, aber vor allem auch dafür, Stadtgestaltung unter Mitwirkung möglicher Beteiligter zu planen. Dem Einzelhandel an der Untertrave, den NutzerInnen der Hafenschuppen und potentiellen Wohnraum - MieterInnen muß Gelegenheit geben werden, vielleicht nach den Workshop-Methoden von „Mitten in Lübeck“ oder ISEK an diesem herausragenden Ort mitzudenken und Planung umzusetzen. Die Auflage an potentielle Investoren sollte sich an diesen Interessengruppen orientieren. Das Gelände ist einfach zu präsentabel und geschichtsträchtig, um es an Leute zu geben, die das nicht zuschätzen wissen.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

 

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