Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 11. Oktober 2011

Kostenlose Verhütungsmittel!

Autorin: Antje Jansen

Die Linke

Wir freuen uns, dass sichere Verhütung künftig in Lübeck keine Frage des Geldbeutels mehr ist. Endlich hat die Bürgerschaft die Übernahme der Kosten von Verhütungsmitteln für Bedürftige beschlossen. Ab dem 01.01.2012 wird, die laut Gesetz öffentliche Aufgabe: „dass Verhütung nicht aus finanziellen Gründen scheitert“, in Lübeck erfüllt. Zunächst beschränkt auf ein Jahr, im Rahmen eines Modellprojektes. Doch wie erhält man ab dem kommenden Jahr die kostenlosen Verhütungsmittel? Bedürftige, ab dem 21. Lebensjahr, die Unterhaltssichernde Leistungen nach dem SGB II oder nach dem SGB XII beziehen, können sich bei einem der Träger den „Antrag auf Kostenübernahme von Verhütungsmittel“ holen. Diese sind: PRO FAMILIA e.V., Caritasverband Lübeck e.V., Gemeindediakonie Lübeck e.V. und die Frauen- und Familienberatungsstelle der Humanistischen Union e.V.. Die Träger erteilen bei Vorliegen der Voraussetzung eine Kostenübernahmeerklärung gegenüber einer Apotheke oder Arztes zur Ausgabe der ärztlich verordneten empfängnisverhütenden Mittel. Diese rechnen dann mit dem entsprechenden Träger ab. Es ist ein großer Schritt, denn vor allem Frauen, die von sehr wenig Geld leben müssen, greifen oft auf billigere und weniger sichere Verhütungsmethoden zurück oder unterlassen diese ganz. Dass diese Frauen in Folge von finanzieller Not dann ungewollt schwanger werden, ist zweifelsohne ein großer sozialpolitischer Missstand. DIE LINKE hält Familienplanung für ein so wesentliches Gut der Selbstbestimmung von Menschen, dass sie generell in der Sozialpolitik verankert werden sollte.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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