Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 11. Oktober 2011

Stadt der Medizin-Wissenschaft

Autor: Spyridon Aslanidis

Die Grünen

Wir GRÜNE haben letztes Jahr, als es akut um die Zukunft des UKSH bzw. Uni- Klinikums in Lübeck ging, seinen Erhalt gefordert und uns dafür eingesetzt. Dies erhielt auf dem Kleinen Parteitag (September 2010) auch die Zustimmung der GRÜNEN Landespartei. Ein Akutkrankenhaus der Maximalversorgung ist in öffentlicher Hand zu behalten. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung als Daseinsvorsorge liegt in öffentlicher Verantwortung, welche nicht zur Disposition stehen darf. Kann z.B. eine Klinik zur Heilung von Kinderkrebs ein Rendite orientiertes Unternehmen sein? Ist eine Stadt der Medizin-Wissenschaft ohne Uni und UKSH denkbar?

Die Uni zu Lübeck, das UKSH in Lübeck und die Medizintechnik bilden tragende Säulen der Zukunft für die gesamte Region um Lübeck. Zusammen bilden sie einen starken Wirtschaftsfaktor und dürfen weder räumlich getrennt noch an private Investoren verschachert werden. Wir meinen, Gesundheitsversorgung, Forschung und Lehre müssen aufgrund des demographischen Wandels und des Fortschritts in der Medizin gestärkt, nicht geschwächt werden. Die Beschäftigten am UKSH haben bereits Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen und Einkommenseinbußen hinnehmen müssen; sie beteiligen sich (laut ver.di) mit jährlich ca. 11 Mio. Euro an der Sanierung. Wir warnen eindringlich vor einer Privatisierung und Negativ-Erfahrungen wie in Hessen. Ein Verkauf der Kliniken an den Rhön-Konzern hatte starke Qualitätsmängel in der Patientenversorgung zur Folge. Daher fordern wir, eine nachhaltige, hochwertige medizinische Krankenhausversorgung aufrecht zuerhalten.

V.i.S.d.P.: Spyridon Aslanidis

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