Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 11. Oktober 2011

Grenzmuseum erhalten!

Autorin: Jana Lange

FDP

Der Beschluss des rot-rotgrünen Rathausbündnisses der Grenzdokumentationsstelle  in Schlutup zukünftig ine Miete abzuverlangen, gefährdet die Existenz dieser wichtigen Erinnerungsstätte in unserer Stadt, zeugt von einem selektiven Geschichtsverständnis und ist ein Schlag ins Gesicht vieler ehrenamtlich Tätiger in der Hansestadt. Lübeck als ehemals größte Stadt an der früheren deutschdeutschen Grenze sollte sich seiner besonderen Verantwortung bewusst werden, die Erinnerung an Stacheldraht und Schießbefehl direkt an seiner östlichen Stadtgrenze wach zu halten. Viele Mecklenburger und andere DDR-Bürger verloren beim Versuch von Ost nach West zu gelangen ihr Leben. Das sollte uns besonders zum 21. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung bewusst werden. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber den kommenden Generationen, immer wieder auf das DDR-Unrechtsregime an der Ostgrenze Lübecks zu erinnern. Einen Schlussstrich darf es hierbei nicht geben. Deshalb ist die Arbeit der Grenzdokumentationsstelle so wichtig. Sie fügt sich ein in eine Reihe von Gedenkstätten in der Region wie z.B. das „Grenzhus“ in Schlagsdorf oder die Ausstellung über die ehemalige innerdeutsche Grenze in der Bundespolizeiakademie in Lübeck und ergänzt dieses Angebot in hervorragender Weise. Die FDP-Fraktion fordert deshalb die Mehrheitsfraktionen auf, diesen unsinnigen und kurzsichtigen Beschluss in der nächsten Bürgerschaftssitzung endgültig zurückzunehmen, das ehrenamtliche Engagement zu stärken und sich der Verantwortung für die jüngste deutsche Geschichte zu stellen!

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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