Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 18. Oktober 2011

Schulden haben ist nicht geil

Autor: Raul Macola Navarro

Lübecker BUNT

Mit Zorn haben wir gelesen, wie der Bürgermeister Kaffee trinkend auf dem Markt sitzt und über die Erfolge seiner ablaufenden Amtszeit siniert. Er habe Lübeck modernisiert und wolle dies auch künftig weiter tun. Dies sollten wir aber lieber nicht zulassen. Zwar mögen ein riesiger Schuldenberg und ein Leben am Abgrund derzeit überall vorkommen, doch ist dies eher nicht „modern“ zu nennen. Herr Saxe übernahm 2000 einen ausgeglichenen Haushalt und trieb das Finanzloch zusammen mit den großen Parteien auf 123 Millionen Euro im Jahr 2010. Unser Schuldenberg ist die höchste Erhebung im Stadtgebiet: Mit 1,4 Milliarden Euro stehen wir bei den Banken in der Kreide. Das passt zur Zeit. Ist es aber deshalb modern? Modernität wäre, den Herausforderungen zu begegnen und sich dieser Finanzkrise zu stellen. Zunächst könnte der Bürgermeister einmal die Verwaltung wirklich führen. Daran hat er aber kein Interesse, weil es wesentlich angenehmer ist, den Grüßaugust zu geben, anstatt einmal die Ärmel aufzukrempeln. Darunter leiden alle Lübecker, vor allem wir Kommunalpolitiker, die ihre Freizeit ehrenamtlich verbringen, jedoch ständig von dem bestbezahlten Beamten der Hansestadt gegen die Wand laufen gelassen werden. „Weiter so“ ist deshalb einfach nur obzön!

V.i.S.d.P.: Dr. Hildegund Stamm

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