Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 25. Oktober 2011

Kein Asbest nach Lübeck

Autor: Klaus Voigt

Freie Unabhängige Lübecker

Aus den Medien mussten wir erfahren, dass auf den Deponien Ihlenberg und Rondeshagen in direkter Umgebung Lübecks mindestens 230.000 Tonnen Asbestschlacke aus Niedersachsen abgelagert werden sollen. Die FUL warnen vor einer Gesundheitsgefährdung für die Lübecker Bevölkerung. Wir sind nicht davon überzeugt, dass Sondermüll in diesen großen Mengen sicher transportiert und gelagert werden kann. Die Asbestabfälle stammen von einer 1973 stillgelegten Deponie aus der Nähe von Hannover, die komplett abgetragen wird. Nach den Plänen sollen über 7.000 Sondermülltransporte auf die Deponien rollen und täglich 1.000 Tonnen Asbestschlamm abladen. Wir befürchten die Freisetzung und Verwehung von Asbeststaub und eine Belastung für das Lübecker Grundwasser. Seit zwei Jahren wurde für den gefährlichen Müll keine Entsorgungsmöglichkeit gefunden. Die Gemeinden Isernhagen in Niedersachsen und Deetz in Brandenburg haben sich erfolgreich gegen die Ablagerung des Asbestschlammes gewehrt. Die FUL wird sich dafür einsetzen, dass auch in Lübeck etwas gegen die Sondermüllentsorgung vor den Toren unserer Stadt unternommen wird. Wir kritisieren, dass die Lübecker Gremien nicht über die Pläne informiert wurden. Lübeck ist direkt betroffen und muss mitentscheiden können.

V.i.S.d.P.: Jens-Olaf Teschke

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