Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 01. November 2011

Wettkampf der sechs Bewerber

Am 6. November ist Bürgermeisterwahl • Jeder sollte sein Bürgerrecht wahrnehmen

Am Sonntag wird es spannend in Lübeck: Sechs Bewerber kämpfen um das Amt des Bürgermeisters ab dem 1. Mai 2012. Rund 174.000 Lübeckerinnen und Lübecker sind aufgerufen, am 6. November ihr Kreuzchen bei einem der sechs Kandidaten zu machen. Die jeweiligen Wahlbüros sind auf der Wahlbenachrichtigungskarte genannt, die jeder Wahlberechtigte in Lübeck erhalten hat. Sollte es zur Stichwahl kommen, falls kein Kandidat die absolute Mehrheit erhält, findet diese am 20. November statt. In diesem Fall wird am Donnerstag, dem 17. November um 18 Uhr wieder  eine LN-Podiumsdiskussion mit allen sechs Kandidaten veranstaltet. Lesen Sie nachfolgend die Schwerpunkte der Kandidaten:

Alexandra Dinges-Dierig (CDU): Die Ex-Bildungssenatorin aus Hamburg setzt auf den Kontakt mit den städtischen Mitarbeitern und will im Falle, dass sie Bürgermeisterin wird, eine Vollversammlung mit den 3000 städtischen Angestellten abhalten. Die Lübecker Wirtschaft will sie mit einer attraktiven Ansiedlungspolitik voranbringen. Der Schuldenabbau soll mit der Verwaltungsmodernisierung gestemmt werden.

Matthias Erz (BUNT): Der ehemalige Stadtsprecher sieht sich als Geschäftsführer der Stadt, sollte er Bürgermeister werden. Die Verwaltungsstrukturen will er vereinfachen und die Sanierung von Wegen und Straßen vorantreiben, damit die Wirtschaft entsprechende Rahmenbedingungen für ihr Wachstum habe. Die Innenstadt stellt er sich autofrei vor – wie ein zweites Venedig. Lübecks Schulden will Erz durch Ausgewogenheit der Einnahmen und Ausgaben abbauen.

Thorsten Fürter (Grüne): Der Landtagsabgeordnete der Grünen will städtische Prozesse mit Nachbargemeinden zusammenlegen. Er setzt auf direkte Gespräche mit den Mitarbeitern. Fürter will eine Wende nicht nur in der Energiepolitik, sondern generell neue Energie für Lübeck. Der Politiker möchte die Wirtschaftskraft stärken, die Achse nach Hamburg ausbauen und junge Menschen halten. So sollen auch die Schulden gesenkt werden.

Harald Klix (parteilos): Klix will die richtigen Rahmenbedingungen für die städtischen Mitarbeiter, aber auch mehr Flexibilität schaffen. Und er setzt auf mehr Lebendigkeit in der Hansestadt, so dass mehr Gewerbesteuern eingenommen werden und Lübeck attraktiver für junge Menschen und Familien wird. Klix möchte mehr in die Familienpolitik, speziell in Kitas und Krippen, investieren. Nicht aber in den Straßenbau, hier sollen betroffene Träger miteinbezogen werden und Lübecks Haushalt entlastet werden.

Bernd Saxe (SPD): Der Amtsinhaber möchte Ruhe in die städtischen Büros bringen. Noch sei der Arbeitsaufwand aufgrund der Umstellung auf die kaufmännische Buchführung (Doppik) sehr groß. Saxe setzt wirtschaftlich auf zusätzliche Einnahmen durch die Ansiedlungen von Firmen wie Ikea und der Erweiterung von Brüggen.  Er will sich für bezahlbaren Wohnraum für Familien, eine gute Kinderbetreuung und eine gute Infrastruktur stark machen. Lübecks Schulden will Saxe durch die Nutzung von Landesfonds sowie Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen abbauen.

Jens Schulz (Linke): Auch der Linke-Kandidat Jens Schulz will zunächst Ruhe in die Stadtverwaltung bringen und sich für eine Klärung der Aufgabenbewältigung einsetzen. Städtische Leistungen sollen nicht gekürzt werden. Schulz setzt sich für ein Umfeld ein, das ein gutes Entwicklungsklima für den Hafen, den Tourismus und die Gesundheitswirtschaft schafft.  Gegen die hohen Schulden Lübecks setzt Schulz Bildung, Arbeitsplätze und ein familienfreundliches Wohnumfeld.            msn

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