Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. November 2011

Kein Kandidat mit absoluter Mehrheit

Im ersten Gang der Bürgermeisterwahl kam Bernd Saxe auf 42,1 Prozent • Stichwahl am 20. November

Kurz vor 18 Uhr eilten noch schnell die späten Wählerinnen und Wähler in die Wahllokale, um ihr Kreuz bei den Bürgermeisterkandidaten zu machen. Und um Punkt 18 Uhr gab es von der Thomas-Mann-Schule die erste Hochrechnung in der Großen Börse des Rathauses.

Die Schülerinnen und Schüler befragten 2.184 Personen, die ihre Stimmen abgaben, direkt an den Wahlräumen. Gespannt warteten die Bürgermeisterkandidaten und das zahlreich erschienene Publikum auf die Hochrechnung. Die Favoriten, Amtsinhaber Bernd Saxe (SPD) und Herausforderin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) nahmen die beiden ersten Plätze mit 44,1 Prozent und 27,5 Prozent ein. Danach kam der Kandidat der Grünen, Thorsten Fürter (18,3 Prozent), dann weit abgeschlagen der parteilose Harald Klix (3,9 Prozent), der Linken-Kandidat Jens Schulz (3,6 Prozent) und Ex-Pressesprecher und BUNT-Kandidat Matthias Erz mit 2,6 Prozent. Das Ergebnis überraschte nicht wirklich, da die Thomas-Mann-Schule schon in ihrer Prognose vom 29. Oktober auf ähnliche Zahlen kam.

Saxe und Dinges-Dierig stimmten unisono überein, dass eine Stichwahl am 20. November „kein Problem“ sei.  Eine Stichwahl findet statt, wenn kein Kandidat die absolute Mehrheit – also über 50 Prozent der gültigen Stimmen – erhält. „So haben die Bürgerinnen und Bürger noch zwei Wochen Zeit, sich zu überlegen, wen sie wählen“, sagte Dinges-Dierig. Bernd Saxe sieht in einer Stichwahl auch die Chance einer höheren Wahlbeteiligung: „Wir werden versuchen, noch mehr Bürger zu überzeugen zur Wahl zu gehen“. Für Saxe war eine absolute Mehrheit gleich im ersten Wahlgang „so gut wie ausgeschlossen“. Deshalb freue er sich über das gute Ergebnis.

Bis 20 Uhr wurde es dann richtig ernst: Der Bereich Statistik und Wahlen lieferte nach und nach die Ergebnisse aus den Stadtteilen und das Endergebnis. Deutlich unterschied es sich nicht von der Prognose der Thomas-Mann-Schüler. Die 67.406 gültigen Stimmen des ersten Wahlgangs verteilen sich wie folgt: Bernd Saxe  42,1 Prozent (28.384 Stimmen), Dinges-Dierig 28,0  Prozent (18.860 Stimmen), Thorsten Fürter 19,4 Prozent (13.099 Stimmen), Harald Klix 3,7 Prozent (2.489 Stimmen), Jens Schulz 3,6 Prozent (2.400 Stimmen) und Matthias Erz 3,2 Prozent (2.174 Stimmen).

Zur Wahl gingen insgesamt 67.982 Lübeckerinnen und Lübecker, 576 ungültigen Stimmen mussten leider mokiert werden. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,9 Prozent – über drei Prozent weniger als bei der Bürgermeisterwahl 2005. Am 20. November sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an der Stichwahl zwischen Saxe (SPD) und Dinges-Dierig (CDU) zu beteiligen. Das Wahlergebnis kann im  Internet unter www.luebeck.de nachgelesen werden.        msn

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