Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. November 2011

Liniennetzoptimierung auf gutem Weg

Frühe und späte Busse sollen weiter fahren • Bürgerschaft entscheidet

Stadtverkehr und Lübeck-Travemünder-Verkehrsgesellschaft (LVG) haben nach Fertigstellung des Gutachtens weiter an der Liniennetzoptimierung gearbeitet. Aufgrund vieler guter und berechtigter Hinweise aus Politik und Bevölkerung wird bei der Gestaltung des Fahrplanes zusätzlich zum Gutachtervorschlag auf der Basis eines 30/60-Minuten-Taktes der Betriebsbeginn für viele Linien vorgeschlagen. Montags bis freitags fahren die Linien laut Vorschlag dann zukünftig ab etwa 3.30 Uhr. Sonnabends fahren die Linien ab circa 4.30 Uhr und sonntags ab circa 5.30 Uhr. Auch für den Abendverkehr beinhaltet der Vorschlag eine zusätzliche Sternfahrt um 0.30 Uhr am ZOB. 

Der Vorschlag, der in der Novembersitzung der Bürgerschaft noch abgesegnet werden muss, wird seitens des Lübecker Bürgermeisters Bernd Saxe äußerst positiv unterstützt. „Viele Bürgerinnen und Bürger sind auf den Bus in den frühen Morgenstunden angewiesen. Mit dem Ergänzungsvorschlag bieten wir nun den meisten Menschen auf dem Weg zu ihrer Arbeit weiter einen attraktiven Busverkehr“, so Saxe.

Nach Veröffentlichung des Gutachtens durch das Planungsbüro PTV hatte es heftige Kritik an den Betriebszeiten gegeben. „Wir wollten einen Dialog und die Diskussion mit der Politik und unseren Fahrgästen, damit das neue Liniennetz zukünftig auch seine Akzeptanz findet“, so Willi Nibbe, Geschäftsführer von Stadtverkehr und LVG.  Die zusätzlichen Kosten in Höhe von etwa 500.000 Euro für die Erweiterung des Fahrplanes müssen gesondert finanziert und wie auch aus der Politik gefordert, dafür an anderer Stelle eingespart werden. Damit soll die notwendige Gesamteinsparung für das Wirtschaftsergebnis des Stadtverkehrs nicht gefährdet werden.

Finanziert werden kann das zusätzliche Angebot nur durch den vorläufigen Verzicht auf die Einrichtung einer neuen Linienverbindung von Bad Schwartau über die Nordtangente, Gustav-Radbruch-Platz, Untertrave zum ZOB. Diese Linie war vorgesehen, das Schulzentrum Georg-Kerschensteiner-Schule mit dem Gustav-Radbruch-Platz zu verbinden und einen Anschluss für das zukünftige neue Hansemuseum zu schaffen. Dazu Bausenator Franz-Peter Boden: „Der vorläufige Verzicht kann hingenommen werden, da es sich um ein neu einzurichtendes Zusatzangebot handelt.“

Durch diesen Kompromiss können die Mehrkosten für den Ergänzungsvorschlag  ausgeglichen und die Vorgabe der Politik eingehalten werden. „Einsparungen sind ohne Frage schmerzhaft. Mit diesem Vorschlag des Stadtverkehrs werden aber viele Menschen zufrieden sein“, so Ulrich Pluschkell, Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtverkehrs.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de