Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. November 2011

Richtfest für Berufsschulzentrum

Investition von fast 14 Millionen Euro • Fertigstellung im April 2012 geplant

Das Berufsschulzentrum (BSZ) Georg-Kerschensteiner-Straße nimmt immer mehr Gestalt an. Vergangene Woche ist das Richtfest der fast 14 Millionen Euro teuren Investition in das Lübecker Bildungswesen gefeiert worden. Im April 2012 soll das zwei- bis dreigeschossige Gebäude fertig sein. Der n ach den neuesten Energiesparvorgaben errichtete Baukörper erstreckt sich entlang einer geschwungenen Hangkante und nimmt mit dem Ostgiebel Bezug auf die Gebäudeflucht der vorhandenen Sporthalle. Mit dem neuen 3-geschossigen Baukörper wird die Höhe der vorhandenen massiven Ziegelbebauung der Friedrich-List-Schule geringfügig unterschritten. Somit passt sich der Neubau den vorhandenen anderen Schulgebäuden an, ohne diese zu dominieren und seine Eigenständigkeit zu verlieren.

Der Erweiterungsbau hat fast 7000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und 24.500 Kubikmeter umbauten Raum. Unter der Projektleitung des Gebäudemanagements der Hansestadt Lübeck erfolgte die Baudurchführung mit dem beauftragten Architekten Schünemann aus Lübeck sowie einer Vielzahl von Fachingenieuren und Sachverständigen. Die waren nötig, weil der Neubau am Rande einer ehemaligen Deponie mit schwierigen Grundstücksverhältnissen errichtet wurde. Daher musste zu Beginn der Bauarbeiten im Oktober 2010, als mit den Pfahlgründungen begonnen wurde, bei jedem einzelnen Bohrpfahl nach Kampfmitteln gesucht werden.

Tatsächlich stieß man bei der Kampfmittelsondierung auf Kriegsaltlasten. Ab Januar 2011 legten weitere nicht vorhersehbare Munitionsfunde bei Erdbauarbeiten die Baustelle still. Insgesamt wurden 85 Schützenminen, diverse Glasfläschchen mit unbekanntem Inhalt, eine Mine mit Zünder, fünf Metallfässer mit teils unbekanntem Inhalt sowie diverse leere Tonflaschen für Gasstoffe auf dem einstigen Deponiegrundstück gefunden.

Trotzdemwerden die Arbeiten termingerecht ausgeführt. Erfreulich: Trotz des Mehraufwands für den Kampfmittelräumdienst und Erdarbeiten in Höhe von 440.000 Euro (brutto) bleibt die Investition innerhalb des Kostenrahmens. Denn die beauftragten Angebote der Vergabeeinheiten lagen fast ausnahmslos unter den vorher geschätzten Kosten. Es ist derzeit davon auszugehen, dass die Baumaßnahme mit Gesamtkosten in Höhe von 13.842.000 Euro fertig gestellt wird. 

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