Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 15. November 2011

Investition in Fernwärmeausbau

Umsetzung soll in zwei Stufen erfolgen

Die Stadtwerke Lübeck wollen in den kommenden Jahren deutlich in den Ausbau der Fernwärme und der Kraftwäre-Kopplung in der Hansestadt investieren. Diesen Beschluss fasste der Aufsichtsrat der Stadtwerke Lübeck auf seiner jüngsten Sitzung.

Neben der Modernisierung vorhandener Anlagen und dem Neubau weiterer Blockheizkraftwerke (BHKW) sieht der Beschluss ebenfalls eine Reihe von Maßnahmen vor, die künftig eine engere Verzahnung zwischen den übergeordneten Klimazielen für Lübeck und dem Ausbau der Erzeugungskapazitäten im Bereich der BHKW sicher stellen sollen.

Vorgesehen ist die Umsetzung eines Fernwärmeausbaus in zwei Stufen. Zunächst sollen für insgesamt rund 32 Millionen Euro vorhandene Anlagen auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, um so auch die aktuellen und künftigen gesetzlichen Klimaschutz-Vorgaben zu erfüllen. Darüber hinaus sollen drei BHKW neu gebaut werden.

In einem zweiten Schritt sind weitere Investitionen vorgesehen, wenn der Ausbau wirtschaftlich weiter vorangetrieben werden kann.

Um dies zu erreichen, soll ein durch die Bürgerschaft beschlossener Maßnahmenplan den Fernwärmeausbau fördern. „Ich setze mich dafür ein, dass die Bürgerschaft diesen Schritt zur Energiewende gut begleitet und die städtischen Gesellschaften mit voran gehen, wenn es um die Umsetzung geht“, sagt Claus Möller, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Lübeck. Die Stadtwerke Lübeck setzten auch in diesem Schritt weiter auf den Ausbau dezentraler Erzeugung statt auf große Kraftwerke. Ein genereller Anschluss- und Benutzungszwang sei für die Bürger der Stadt nicht vorgesehen.

„Dieser Beschluss ist gut für die Hansestadt, weil er wesentlich dazu beiträgt, die CO2-Ziele zu erreichen. Und er ist gut für die Menschen, die hier leben, weil wir mit der Fernwärme eine verlässliche, preisgünstige und klimafreundliche Wärmeerzeugung weiter ausbauen“, unterstreicht Stefan Fritz, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck.

Fernwärme sei das Fundament für mehr Klimaschutz, so Fritz. Mit der Kraft-Wärme-Kopplung könne ein großer Teil der rund 30.000 Tonnen CO2 eingespart werden, die die Hansestadt als Anteil der Energieerzeugung für die Erreichung Klimaziele vorgegeben habe. Die Qualität der Fernwärme in Lübeck werde darüber hinaus nicht zuletzt durch das neue, moderne und bundesweit vorbildliche Preissystem wesentlich gesteigert, das zum 1. Juli 2011 eingeführt wurde.

„Wer heute und künftig auf Fernwärme der Stadtwerke Lübeck setzt, der entscheidet sich nicht nur für einen der effizientesten Wege der Energieerzeugung überhaupt, sondern erhält ein durch und durch modernes, preisgünstiges und kundenfreundliches Produkt, das auf viele Jahre hinaus Wärme und Komfort sichert“, erläutert Fritz.

Derzeit sind rund 22.000 Haushalte an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lübeck angeschlossen.

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