Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 22. November 2011

SPD gegen Mülltourismus

Autor: Barbara Scheel

PSD

Die Hinweise zahlreicher Fachleute auf erhebliche gesundheitliche Gefahren durch die angekündigten Transporte und die Einlagerung von asbesthaltigen Schlämmen auf den Deponien Ihlenberg und Rondeshagen sind so schwerwiegend, dass einzige Konsequenz ein endgültiger Stopp der Transporte sein kann. Die verkündete Aussetzung kann deshalb nur ein erster Schritt sein. Es sieht so aus, als gehe es dem Betreiber der Deponie Ihlenberg nur um eine optimale Auslastung seiner Anlage. Dafür scheut er nicht einmal vor Dumpingpreisen zurück. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat offensichtlich keinen oder nur untergeordneten Stellenwert bei dem Betreiber. Besonders unverantwortlich ist, dass Transport und Lagerung zur Gewinnmaximierung nicht wie üblich, luftdicht verpackt in so genannten Big-Packs erfolgt, sondern ungeschützt in offenen Containern. Es ist als sicher anzunehmen, dass so die hoch toxischen Asbestfa-sern in die Umwelt gelangen. Die SPD lehnt Giftmülltourismus grundsätzlich ab. Giftige Stoffe müssen dort entsorgt werden, wo sie entstanden sind, in diesem Fall also in Niedersachsen. Giftmüll darf nicht zur Profitmaximierung Einzelner durch ganz Norddeutschland zur Weiterbehandlung und zur Endlagerung transportiert werden.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de