Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 06. Dezember 2011

Handlungsfähigkeit bewiesen

Autor: Jan Lindenau

SPD

Der Beschluss der Bürgerschaft zur Einführung einer Übernachtungssteuer ist ein Mosaikstein zur Konsolidierung der städtischen Finanzen. Dazu gehört nicht nur eine Senkung der Ausgaben, sondern auch eine Verbesserung der Einnahmesituation unserer Stadt. Da eine Fremdenverkehrsabgabe aufgrund der peinlichen Untätigkeit der Landesregierung nur in Travemünde und nicht auch für die Lübecker Altstadt möglich wäre, ist die Einführung einer Übernachtungssteuer die einzige Möglichkeit. Von einer „Bestrafung" der Hotellerie oder Wirtschaftsfeindlichkeit kann keine Rede sein. Die Einnahmen fließen indirekt wieder in die Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Erinnert sei nur daran, dass die Hansestadt an die Lübeck Travemünde Marketing GmbH jährlich rund 2 Millionen und den Kurbetrieb in Travemünde mit rund 500.000 Euro zum Ausgleich der roten Zahlen „überweisen" muss. Die zum Teil polemischen Äußerungen von BfL und CDU zur Übernachtungssteuer in der Bürgerschaft gehen weit am Thema vorbei.Der herbei geredete mögliche Rückgang von Übernachtungen für den Tourismusstandort Lübeck und die so angefeuerte Negativdiskussion ist die eigentliche Ka-tastrophe. Statt die Qualität in den Lübecker Hotels sowie die Vorzüge des Weltkulturerbes und die Nähe zur Ostsee hervorzuheben und damit für weiteren Zuspruch für den Tourismusstandort zu sorgen, wird so kurzsichtig Antiwerbung betrieben. Lübeck muss, um sich im verschärfenden Wettbewerb im Städtetourismus zu behaupten, eben mehr bieten als Marzipan und Holstentor. Deshalb wollen wir weiter in die Wohlfühlhauptstadt Lübeck investieren.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

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