Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 06. Dezember 2011

Militairport Blankensee

Autorin: Katja Mentz

Die Grünen

Als der neue Geschäftsführer des Flughafens in der jüngsten Einwohnerversammlung seine Ideen für die Zukunft des Flughafens skizzierte, gefiel uns der wirtschaftliche Aspekt, ‚werthaltigen Luftverkehr' nach Lübeck zu bringen, um die hohen Verluste nicht länger aus den öffentlichen Mitteln des städtischen Haushalts zu decken. Jedoch die Funktion Blankensees als ‚Ausweichflughafen' löst keine Begeisterung aus. Mit ihrer umfangreichen Verkehrsinfrastruktur soll die Hansestadt unter anderem aus der Luft erreichbar sein, aber solche Verkehrsbewegungen müssen auch auf Vorteile für die Stadt und ihre Einrichtungen abzielen, wie es z.B. bei Medizin- und Geschäftsflügen der Fall ist. Bei Ausweichflügen ist unsere Stadt als Zielort gar nicht gemeint. Solche Flüge haben Nachteile für die Einwohnerschaft bei kaum nachweisbarem Vorteil für die Kommune. Die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Erweiterung des Flughafens sind im Hauptsacheverfahren noch nicht erledigt. Die bisher zugelassenen Nachtflüge sind ein starkes Motiv für die Proteste gegen den Flughafen. Flugbewegungen militärischer Strahlflugzeuge sind in der Planfeststellung ein wichtiger Punkt. Nun plötzlich soll tagsüber eine Lärmzunahme durch Militärflüge erfolgen. Dadurch wird in den umgebenden Ortsteilen der ohnehin umstrittene Flughafen verstärkt als Fremdkörper wahrgenommen. Versuche, eine Verständigung mit den EinwohnerInnen über den Flughafenbetrieb zu erreichen, werden durchkreuzt. Das ist ein sehr hoher Preis für zwei Ausweichflüge pro Jahr.

V.i.S.d.P.: Katja Mentz

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de