Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 17. Dezember 2017

Ausgabe vom 06. Dezember 2011

Freie Fahrt

Autor: Uwe Sanders

FDP

Gestaltendes Element der Stadtplanung ist auch die Realisierung möglichst kurzer Wege. Bewohner verbringen einen großen Teil ihrer Verweildauer außerhalb von Wohnung und Arbeitsplatz auf Wegen und Straßen. Dabei wird Wegezeit überwiegend als unproduktiv empfunden. Beim Bau des Hochschulstadtteils wurde der Mönkhofer Weg für Kraftfahrzeuge gesperrt. Es wurden Findlinge auf die Straße gelegt, dann Schranken eingerichtet und zuletzt die Straßen im Bereich der Hochschulen zu Fußwegen umgebaut. Freie Durchfahrt haben nur Linienbusse und Taxen, wenn sie über eine Fernbedienung für die Schranke verfügen. Bewohner des Stadtteils St.Jürgen müssen, wenn sie mit dem eigenen Auto zum neuen Wirtschafts- und Gesundheitszentrum fahren wollen, den unnötigen Umweg über die Berliner Allee fahren, einen Umweg – hin und zurück, von sechs bis acht Kilometern. Hier wird die direkte Zufahrt zu dem Stadtteil, den wir in der großen Aktion für die Lübecker Uni auch gemeint haben, einfach von dem Stadtteil abgetrennt. Zunehmend verlegen Dienstleister, z.B. Einzelhändler und Arztpraxen, ihren Standort aus St.Jürgen in den Hochschulstadtteil, d.h. immer mehr Bewohner müssen den Umweg über die Berliner Allee nehmen, wenn sie zu „ihrem" Dienstleister wollen. Das bedeutet unnötigen Benzinverbrauch, unnötige Belastung und zusätzlicher Verschleiß von vielen Kilometern Lübecker Straßen, unnötigen Abgasausstoß während der unnötig mehr gefahrenen Straßenstrecken. Die unsinnige Schrankensperre der Zufahrt vom Mönkhofer Weg zum Hochschulstadtteil sollte deshalb aufgehoben werden.

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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