Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 06. Dezember 2011

Kurbetrieb erhalten

Autor: Jens-Olaf Teschke

Freie Unabhängige Lübecker

Im Ausschuss für den Kurbetrieb Travemünde wurde ein Bericht vorgestellt, der die Einsparmöglichkeiten beim Kurbetrieb aufzeigt. Die FUL befürchtet durch die angekündigte Umstrukturierung nicht nur keinerlei Spareffekt, sondern sogar höhere Kosten. Die Zahlen entlarven den Plan der Ratsmehrheit, den Kurbetrieb Travemünde mittelfristig abzuschaffen, als das was er ist – der Weg in die genau falsche Richtung. Wenn in Zukunft Bereiche der Lübecker Stadtverwaltung und Externe Aufgaben übernehmen, die bisher vom Kurbetrieb gemacht wurden, wird es teurer werden. Das aktuelle Vorhaben ist simpel. Beim Kurbetrieb sollen zwei Planstellen nicht mehr besetzt werden und die Angestellten der Lübecker Verwaltung sollen die anfallende Arbeit mal eben nebenbei mit erledigen. Diese Milchmädchenrechnung wird dann als große Umstrukturierung und wohldurchdachte Planung verkauft. Die Neuorganisation der touristischen Interessen im Ostseebad muss mutig und mit Engagement angegangen werden. Einsparungen beim bereits existenziell abgespeckten Kurbetrieb sind ohne massiven Qualitätsverlust nicht möglich. Wer jetzt noch sparen will, will den Kurbetrieb schließen. Es ist ein Fehler, die Interessen des Tourismus abzuwerten und sie nicht mehr vor Ort zu organisieren. Im Gegenteil: der Kurbetrieb muss wieder die Zentrale der Tourismusbelange Travemündes werden und seine Aufgabenbereiche müssen zurückgeholt und ausgeweitet werden. Wir sind überzeugt, dass dies die Stadt nicht mehr Geld kostet als bisher. Die Attraktivität des Reiseziels Travemünde und Lübeck könnte so sogar noch gesteigert werden.

V.i.S.d.P.: Jens-Olaf Teschke

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de