Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 20. Dezember 2011

K13: Baustart nach 17 Jahren

Problemvolle Planung • Verkehr soll nun Mitte 2013 rollen

Anfang der 90er Jahre vereinbarten Stockelsdorf und Lübeck den Bau der K13 von dem Gewerbegebiet Roggenhorst an der Kieler Straße zur Segeberger Straße hinter Stockelsdorf. Jetzt muss die Haselmaus ihre Koffer packen: Kürzlich war Baubeginn. Mitte 2013 soll der Verkehr rollen.

Die 3,6 Kilometer geplante Verbindungsstraße ermöglicht als Nord-Süd-Achse die Anbindung der Region Stockelsdorf / Ostholstein an die Bundesautobahn 1 (A1) über die Anschlussstelle Lübeck-Moisling. Zudem dient sie dem Ziel- und Quellverkehr der Gewerbegebiete in den Ortsteilen Schönböcken, Buntekuh und Moisling/Genin.

Die als „freie Strecke" vorgesehene städtische Verbindungsstraße beginnt in Verlängerung der Kieler Straße (K 13) am heutigen Knotenpunkt Taschenmacherstraße/Hofland, führt von dort im Westen am Ortsteil Groß Steinrade vorbei und endet an der Segeberger Landstraße (L 332 - vormals B 206) gegenüber der einmündenden L 184 auf dem Gebiet der Gemeinde Stockelsdorf.

Die geplante Fahrbahnbreite beträgt 6,5 Meter. Durch Seitenstreifen und Entwässerungsmulde zur Fahrbahn abgesetzt schließt ostseitig ein gemeinsamer Geh- und Radweg in einer Breite von zwei Metern an, der in das weiterführende Radwegenetz eingebunden ist. Der Knotenpunkt mit der in Ost-West-Richtung kreuzenden Steinrader Hauptstraße (K 21) wird als Kreisverkehrsplatz mit einem Außendurchmesser von 40 Metern ausgebildet.

Die prognostizierte Verkehrsmenge auf der neuen Verbindungsstraße beträgt 8.100 Kraftfahrzeuge pro Tag für den Abschnitt nördlich der K 21 und täglich 10.600 Autos für den Südabschnitt. 6,9 Millionen der knapp acht Millionen Euro teuren Maßnahme trägt das Land. Es gab bei der Planung viele Probleme, unter anderem die Grundstückankäufe. Dazu kamen mehrere Tierarten, die auf der Strecke leben. Drei Jahre lang wurde dafür an einer Lösung gearbeitet. So werden in einem ersten Schritt jetzt die Knicks so beschnitten, dass die Haselmaus sich nicht mehr wohlfühlt. Nach dem Winterschlaf soll sie dann von alleine auf andere Knicks abseits der Trasse ausweichen, die bereits angelegt worden sind. vg

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de