Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. Dezember 2011

Geringfügige Beschäftigung

Autor: Wolfgang Drozella

FDP

Die FDP-Fraktion begrüßt die beschlossene Anhebung der Verdienstgrenze von 400 auf 450 Euro, um die Situation von geringfügig Beschäftigten zu verbessern. Das gebietet schon die Inflationsentwicklung. Wir unterstützen ganz besonders die Verbesserung der Alterssicherung von geringfügig Beschäftigten, damit sie u.a. Ansprüche auf Erwerbsminderungsrente erwerben, sowie die Vorteile der Riester-Förderung in Anspruch nehmen können. Vorschläge, die die Flexibilität des Arbeitsmarktinstrumentes einschränken, lehnen wir ab. Die politischen Mitbewerber wollen die wöchentliche Arbeitszeit auf 15 Stunden begrenzen. Damit würde dieses Arbeitsmarktinstrument beschädigt. Dieser Ansatz verkennt, dass diese Beschäftigungsverhältnisse auch zur Abfederung von Arbeitsspitzen genutzt werden. Weiterhin bietet geringfügige Beschäftigung die Möglichkeit, den Weg aus der Arbeitslosigkeit zu erleichtern und auch Menschen mit geringen Chancen die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das wichtigste Argument für die geringfügige Beschäftigung ist gerade die hohe Flexibilität und die Eindämmung der Schwarzarbeit. Wir unterstützen auch die Forderungen, dass geringfügig Beschäftigte ihre bestehenden Rechte in den Bereichen Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Mutterschutz sowie Kündigungsschutz wahrnehmen können. Hier ist weitere Aufklärungsarbeit vonnöten, da nicht alle geringfügig Beschäftigten über ihre Rechte informiert sind. Für den anstehenden Jahreswechsel wünschen wir allen Lübeckerinnen und Lübeckern einen guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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