Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 17. Januar 2012

Möglicher Abbau von Arbeitsplätzen

Flughafen muss seine Kosten künftig erheblich senken

Der Flughafen Lübeck hat sechs Möglichkeiten gefprüft, wie seine Zukunft aussehen kann – von der Schließung bis zum Weiterbetrieb. Das Ergebnis: Die Kosten werden erheblich reduziert, bis Hamburg einen Ausweich-Flughafen benötigt. Jürgen Friedel, Geschäftsführer des Flughafens, hatte am Freitag zu einer Betriebsversammlung eingeladen. Er hatte keine guten Nachrichten. Betriebsbedingte Kündigungen sollen zwar möglichst vermieden werden, aber die Hälfte der 102 Mitarbeiter könne auf Dauer nicht mehr finanziert werden. Nach Möglichkeit sollen Arbeitskräfte an den Flughafen Hamburg vermittelt werden.Wirtschaftsprüfer hatten sechs Szenarien für den Flughafen untersucht. Die preiswerteste Alternative für die Stadt ist demnach die Reduzierung des Betriebes, bis Lübeck zur dritten Landesbahn für Hamburg werden kann. Der Zeirahmen wird auf zehn Jahre geschätzt. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Flughafen ein Minus von 6,5 Millionen Euro. Rechnet man Zinsen und Tilgung der Schulden ab waren es drei Millionen Euro. Auf die Tilgung der Schulden kann die Stadt eh kaum hoffen, räumt Wirtschaftssenator Sven Schindler ein. Auch bei einem Verkauf an einen Investor müsste die GmbH vorher entschuldet werden. Mit den Sparmaßnahmen soll der Flughafen ohne Defizit weiter betrieben werden.

Konkrete Maßnahmen werden noch erarbeitet. Denkbar ist unter anderem eine Einschränkung der Betriebszeit. Der Personalrat hat bereits seit grundlegende Zustimmung gegeben.           vg

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