Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 17. Januar 2012

Fußball muss Gewaltfrei sein

Autor: Hans-Jürgen Martens

Die Linke

Eigentlich sollten Fußballveranstaltungen ein Vergnügen für die ganze Familie sein. Aber die letzten Vorkommnisse in Alsterdorf sind leider genau das Gegenteil. Wahrscheinlich glauben einige sogenannten Fußballfans ihre Aggressionen ohne Rücksicht auf Verluste bei Fußballveranstaltungen ausleben zu können. Da ist es müßig, nach solchen Krawallen zu fragen, welche Fangruppe nun Schuld an den Auseinandersetzungen war. Die Frage ist, wie drängt man die Gewalt aus den Fußballstadien. Da muss der VFB Lübeck klar die Verantwortung für seine Fans und deren Handeln übernehmen. Der Verein muss die erforderlichen Mittel, für die schon bestehenden Fanprojekte, bereit stellen. Hier darf auf keinen Fall gespart werden. Auch drakonische Strafen, wie lebenslanges Stadienverbot, gegenüber unbelehrbaren Fans müssen ausgesprochen und dann auch streng kontrolliert werden. Natürlich ist der Fußball im Grunde nicht der Auslöser der Gewalt, die Vorkommnisse in den Stadien sind ein Spiegel unsere Gesellschaft. In einen Land in dem Ausländerhass, Ellbogendenken und Gewinnsucht auf der Tagesordnung stehen, braucht man sich über Gewaltexzesse besonders bei Jugendlichen nicht wundern. Der VFB Lübeck hat gerade seinem Stadion, früher Lohmühle, für ca. 150 TEuro den Namen eines bekannten Wettanbieters gegeben. Hier ist der Verein der Jugend kein gutes Beispiel, denn nun hat das Stadion den Namen einer Firma, die schon viele Menschen in den finanziellen Ruin getrieben hat. Gewaltfreie Fußballspiele sind wichtiger als der finanzielle und sportliche Erfolg, denn hier geht es um die Existenz des Vereins.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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