Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 24. Januar 2012

Radfahren in beide Richtungen?

Königstraße auf Tagesordnung der Bürgerschaft

Im Sommer vergangenen Jahres wurden 4,5 Kilometer Einbahnstraßen in der Innenstadt für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben. Die Erfahrungen sind positiv. Jetzt fordern die Linken, auch die Königstraße für Radfahrer zu öffnen.

In der Lübecker Innenstadt gibt es 11,5 Kilometer Einbahnstraßen. Vier Kilometer sind jetzt bereits für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben, zum Beispiel die Fahrradstraße von der Mühlenstraße zum Burgtor, die neu gestaltete Fleischhauerstraße oder der Schüsselbuden. Im Sommer kamen weitere 4,5 Kilometer dazu. Größere Unfälle hat es durch die neue Regelung nicht gegeben.

Die Königstraße ist aber immer noch auch für Radfahrer eine Einbahnstraße. Das ärgert viele Radler, denn damit ist die schnellste Verbindung vom Koberg zur Mühlenstraße weiterhin versperrt. Die Alternative ist die Fahrradstraße, die aber mit Kopfsteinpflaster belegt ist und durch enge Gassen führt.

Das Problem ist die Fahrbahnbreite der Königstraße von nur 3,20 Meter. Für einen gefahrlosen Begegnungsverkehr mit Bussen und Lkw sollten es mindestens vier Meter sein, hatten sich vergangenes Jahr Stadtverwaltung, Polizei und Stadtverkehr geeinigt.

Die Linken, von denen auch der Vorschlag zur Öffnung der Einbahnstraßen vergangenes Jahr stammten, bringen das Thema Königstraße jetzt in die Bürgerschaft ein. Sie fordern den Bürgermeister auf, zu prüfen, wie die Königstraße für Radler in beide Richtungen befahrbar gemacht werden kann. Stimmt die Bürgerschaft dem Antrag zu, soll bis Ende Februar ein Bericht vorliegen.          vg

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