Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 24. Januar 2012

27. Januar

Autor: Dr. Volker Koß

Die Grünen

Am 27. Januar 1945 befreite die sowjetische Armee die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz. Am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, wird in der Bundesrepublik Deutschland des Massenmordes und des Massensterbens gedacht. Im November 2004 bat die Lübecker Bürgerschaft einstimmig die Lübecker Schulen, jedes Jahr den Holocaust-Gedenktag im Unterricht zu behandeln. Die GRÜNE Bürgerschaftsfraktion möchte den Lehrerinnen und Lehrern die Arbeit erleichtern. Und wir möchten das Thema nicht nur auf das Fach Geschichte abwälzen. Die GRÜNEN haben eine Unterrichtseinheit „Die Geschichte der I.G. Farben – Geniale chemische Verfahren, Gaskrieg und Auschwitz“ erarbeitet. Mitte des 19. Jahrhunderts begann mit den Anilinfarbstoffen der Aufstieg der deutschen Chemie-Industrie. Fritz Haber setzte 1910 den Stickstoff der Luft zu Ammoniak um und schuf die Grundlage der Kunstdünger-Industrie. Die BASF, der Kern der späteren I.G. Farben, verwendete die Ammoniak-Synthese auch zur Pulverherstellung im Ersten Weltkrieg. Trotz seiner Rolle im Gaskrieg erhielt Haber 1918 für seine Synthese den Chemie-Nobelpreis. 1925 schlossen sich acht große deutsche Chemiefirmen zur I.G. Farben zusammen – dem größten europäischen Konzern und dem größten Chemiekonzern der Welt. Dieser Konzern versorgte die Armeen des Dritten Reichs mit Benzin und Gummi aus Kohle. Das Werk I.G. Auschwitz besaß ein firmeneigenes KZ. Eine CD mit der Unterrichtseinheit (Referat, OH-Folien, Literatur und auch einigen Reaktionsgleichungen) ist kostenlos in unserem Fraktionsbüro im Rathaushof 16 d erhältlich.

V.i.S.d.P.: Dr. Volker Koß

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