Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 14. Februar 2012

Trauerspiel beim Theater

Autorin: Antje Jansen

Die Linke

In einer Nacht- und Nebel-aktion hat der Direktor des Theaters Lübeck die Mitgliedschaft des Lübecker Stadttheaters aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband gekündigt. Gleichzeitig droht er mit einem Haustarif, der starke Lohneinbußen für die Beschäftigten bedeutet. Wir als Linke meinen so geht das nicht! Auch wenn die Wurzeln des Theaters im antiken Griechenland liegen, darf sich der Direktor des Theaters nicht am heutigen Griechenland bei der Lohndrückerei orientieren. In vielen Theatern in Deutschland sind Schauspieler schon zu Billig-Jobber verkommen, die neben ihrer Schauspielerei noch auf einen Zweit- oder Drittjob angewiesen sind. Wenn sie nicht Hartz 4 beantragen möchten, treten einige bei gut betuchten Bürgern, auf privaten Partys z. B. als Alleinunterhalter auf. Schauspieler werden wieder zu armen Gauklern, wie im Mittelalter. Der Austritt aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband ist der Wendepunkt bei einer städtischen Gesellschaft und so nicht hinzunehmen. Nur auf den ersten Blick ist hier lediglich das Theater gemeint, da die Beschäftigten durch Lohnverzicht die Finanzlage des Theaters verbessern sollen. Andere Gesellschaften werden sicher folgen. Mit der Linken wird es keine einseitige Haushaltskonsolidierung auf Kosten der Beschäftigten in Lübecker Gesellschaften geben. DIE LINKE setz sich täglich für die Beschäftigten in Lübeck ein, bundesweit sogar für einen flächendeckenden Mindestlohn von 10 Euro. Die Linke Bürgerschaftsfraktion hat einen Antrag zur nächsten Bürgerschaft im Februar eingereicht, um diese Lohndrückenden Maßnahme des Theaters rückgängig zu machen.

V.i.S.d.P.:         Antje Jansen

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