Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 13. März 2012

Schüler auf der Klima-Rallye

Die „Erleuchtung“ kam im Dom

Lernen und Mitmachen: Gut, wenn sich beides verbinden lässt. Bei der Klima-Ausstellung „Der achte Tag“, zur  Zeit im Dom zu Lübeck zu sehen, ist das der Fall. Lübecks Schulen stehen darum Schlange, um das Angebot einer Klima-Rallye für Schüler ab der fünften Klasse wahrzunehmen. Als erste haben es jetzt 20 Fünftklässler der Grund- und Regionalschule Gotthard Kühl ausprobiert.

Nach einer Einführung in das Thema Klimawandel durch Anne Elbers (Weltladen Lübeck) durchwanderten die zehn- bis zwölfjährigen Schülerinnen und Schüler anderthalb Stunden lang in Kleingruppen die Ausstellung, in den Händen die Fragebögen zur Klima-Rallye. Mit Hilfe der Ausstellungsbetreuerinnen sowie ihrer Lehrerinnen Jutta Kendzia und Angela Petrich sammelte die Klasse zahlreiche Informationen rund um das Thema Klimaschutz. Dabei kam der Spaß nicht zu kurz, denn die Exponate sind interaktiv, laden zum Ausprobieren ein. Großen Anklang fand das Fahrrad, auf dem die Kinder beim Treten eine Energiesparlampe zum Leuchten und ein Radio zum Erklingen bringen konnten. Die elfjährige Serah war erstaunt, wie kräftig sie treten musste: „Das ist ganz schön anstrengend“, meinte sie lachend. Umso größer war die Freude, als die Lampe endlich leuchtete. „Das Fahrrad war am besten“, lautete das Fazit von Safer (12). Das sahen Alessandro (11) du Giuliano (10) aus einer Gruppe ähnlich. Giuliano hatte vor dem Besuch der Ausstellung schon etwas über den Klimawandel gelesen, wusste, dass dadurch das Eis an den Polen schmilzt und Überschwemmungen die Folge sind. Die zehnjährige Kim fand besonders gut, „dass wir hier viel lernen“. Von den Exponaten mochte sie am liebsten den Spiegelkasten. Darin sind „schöne Dinge des Lebens“ aus der Natur - ein Straußenei, eine Pfauenfeder, eine Muschel – durch die angebrachten Spiegel vervielfältigt.

„Wir haben uns spontan entschlossen, die Ausstellung zu besuchen“, sagt Klassenlehrerin Jutta Kendzia, „weil es gut ist, mit den Kindern mal an einen anderen Lernort zu gehen. Außerdem ist das Thema Klima immer aktuell, im Unterrichtsfach Naturwissenschaft werden es die Schüler sicherlich aufarbeiten.“ Als Pädagogin findet sie Mitmachaktionen für die Schüler besonders gut: „Das ist am nachhaltigsten.“

Die Wanderausstellung der nordelbischen Kampagne „Kirche für Klima“ wird in Lübeck vom Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, der dortigen Ökumenischen Arbeitsstelle, dem Projekt „Kirche öko plus“ und dem Weltladen Lübeck veranstaltet. Bei der offiziellen Eröffnung am 4. März, hatte Pröpstin Petra Kallies auf die besondere Verantwortung der Christen zur Bewahrung der Schöpfung hingewiesen. „Es ist nie zu spät. Du darfst neu anfangen!“ habe Jesus Christus den Menschen immer wieder mit auf den Weg gegeben. Der achte Tag stehe symbolisch für den Neubeginn, für Hoffnung und Mut. Pastorin Elisabeth Hartmann-Runge, Leiterin der Ökumenischen Arbeitsstelle, hatte die Bedeutung der Netzwerkarbeit hervorgehoben und allen beteiligten Partnern gedankt. „Klimaschutz und Klimagerechtigkeit brauchen den Zusammenklang vieler Stimmen und Impulse rund um den Globus“, so Hartmann-Runge.

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. März täglich von 10 bis 16 Uhr zu sehen. Gruppen können sich unter Telefon 0451 7902-164 anmelden. Infos unter www.kirchefuerklima.de.

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